Media Asset Management Software 2026: 7 Tools für die KI-Videosuche im Vergleich
Sieben Tools für KI-Videosuche im Praxisvergleich: von Clipto und Premiere bis Iconik – mit Preisen, Grenzen und einer klaren Kaufentscheidung.

Bei der Suche nach der passenden Media Asset Management Software für KI-Videosuche 2026 entscheidet zuerst, wo das Videomaterial liegt. Clipto ist für ein kleines Team mit lokalem Archiv der beste erste Test: Der Pro-Tarif kostet regulär $24.99 im Monat. Schon eine vermiedene 30-minütige Suche deckt bei angenommenen internen Personalkosten von $50 pro Stunde das Abo. Adobe Premiere liegt vorn, wenn ohnehin alle Editoren dort schneiden. Iconik oder Axle AI rechtfertigen das höhere Budget erst, wenn gemeinsame Speicher, Rechteverwaltung und Governance das eigentliche Problem sind.
Media Asset Management Software und KI-Videosuche 2026: das Urteil
Das beste Tool ist nicht das mit der längsten Feature-Liste. Es muss vorhandenes Videomaterial indexieren, verwertbare Timecodes liefern, Zugriffsrechte einhalten und die Treffer in den Schnitt übergeben können – ohne ein zweites Archiv zu erzeugen, das ebenfalls gepflegt werden muss.
Damit ist Clipto der beste Einstieg insgesamt für kleine Produktionsteams, deren Material auf lokalen Laufwerken liegt. Das Tool durchsucht Szenen, Dialoge, Personen, Handlungen und Emotionen und kostet regulär $24.99 im Monat. Über die neue MCP-Anbindung können freigegebene KI-Clients dieselbe lokale Bibliothek strukturiert durchsuchen. Es gibt allerdings zwei ernst zu nehmende Vorbehalte: Die öffentlichen Clipto-Seiten widersprechen sich beim aktuellen Support für DaVinci Resolve und bei der Frage, ob MCP unter Windows die Mac-App voraussetzt. Beides gehört deshalb vor dem Rollout in einen Pilotversuch.
Adobe Premiere ist die beste direkt in den Schnitt integrierte Wahl. Findet die gesamte Suche ohnehin in Premiere statt, kann ein zusätzlicher Katalog mehr Übergabeaufwand schaffen, als er einspart. Adobe durchsucht visuelle Inhalte, gesprochene Wörter und Metadaten gemeinsam und lokal. Im Jahresabo mit monatlicher Zahlung kostet das $22.99 pro Monat. Als gemeinsames, anwendungsneutrales Archiv überzeugt die Lösung deutlich weniger, weil die Analyse an das Adobe-System gebunden ist.
Reelback und Cutsio sind hier die stärksten Spezialisten für die Vorbereitung des Schnitts. Reelback bietet das klarere Konzept für Gesichter, Transkripte und die Übergabe von Schnittlisten. Cutsio bündelt Ingest, Speicherung, Review und visuelle Suche stärker in einem Browser-Workspace. Das Nutzungsvolumen kann einen oberflächlichen Preisvergleich umkehren: 40 neu indexierte Stunden in einem Monat ergeben rechnerisch $899 bei Reelback Pro und $474 bei Cutsio Studio – noch vor Unterschieden bei Speicher und Workflow.
Axle AI und Iconik sind Infrastrukturentscheidungen. Axle passt besser, wenn Medien in bestehenden NAS-, SAN- und On-Premise-Systemen verbleiben müssen. Iconik eignet sich besser für verteilte Teams, die eine gemeinsame Ebene für Metadaten, Proxys, Reviews und Berechtigungen über mehrere Speicherorte hinweg benötigen. TwelveLabs Jockey ist die zukunftsorientierte Wahl für eigene Entwicklungen, aber kein sicherer Produktionsstandard, denn das Produkt befindet sich weiterhin in einer Research Preview.
Alle folgenden Preise wurden am 2. September 2026 auf den Live-Seiten der Anbieter geprüft. „Einstiegspreis“ bezeichnet den niedrigsten öffentlich ausgewiesenen Bezahlpreis für den beschriebenen Workflow, nicht das Angebot für eine vollständige Implementierung.
Die Entscheidungsregel ist einfach: Gekauft wird für das führende System des Videomaterials, nicht für die eindrucksvollste Demo-Suchanfrage. Bei einer Bibliothek auf lokalen Laufwerken beginnt der Test mit Clipto. Liegt das Material in Premiere-Projekten, bleibt die Suche in Premiere. Für browserbasiertes Logging vor dem Schnitt werden Reelback und Cutsio anhand der monatlich indexierten Stunden verglichen. Bei vorhandenen gemeinsamen Speichern sollten Axle und Iconik als Betriebssystem für das Archiv kalkuliert werden. Für ein eigenes Produkt oder einen Agenten ist Jockey nur dann ein sinnvoller Prototyp, wenn das Preview-Risiko tragbar ist.

Wie funktioniert KI-Videosuche in einer Produktionsbibliothek?
Eine semantische Video Suchmaschine sucht nach der Bedeutung einer Anfrage und nicht nur nach einem exakten Dateinamen oder einem Wort im Transkript. Eine Suche wie „Totale des Radfahrers, der in den Regen hineinfährt“ kann visuelle Inhalte finden, obwohl vor der Kamera niemand „Radfahrer“, „Regen“ oder „Totale“ gesagt hat. Das nützliche Ergebnis für die Produktion ist keine ausformulierte Antwort, sondern ein Clip, ein Zeitbereich oder eine Sammlung, die ein Editor prüfen und in den nächsten Arbeitsschritt übernehmen kann.
Hinter demselben Suchfeld verbergen sich drei Indizes. Ein visueller Index bildet Objekte, Umgebungen, Handlungen, Bildkomposition und mitunter Gesichter ab. Ein Sprachindex macht Dialoge als Text durchsuchbar und kann gegebenenfalls Sprecher unterscheiden. Ein Metadatenindex enthält die verlässlichen, bereits am Asset hinterlegten Angaben, etwa Datum, Kamera, Ort, Projekt, Rechte oder Freigabestatus. Die stärksten Systeme kombinieren alle drei, statt die Suche auf jeweils einen Typ zu beschränken.
Ein Beispiel ohne Dialog: Gesucht wird eine B-Roll-Einstellung, in der ein rotes Lieferfahrrad eine nasse Straße überquert und rechts genug Negativraum für einen Titel bleibt. Eine reine Transkriptsuche hat hier keine Grundlage. Ein visueller Index kann Fahrrad, Farbe, Straßenzustand und Bildaufteilung als Konzepte erfassen. Kontinuität, Fokus, Rechte und die Eignung der freien Fläche für den geplanten Bildausschnitt muss weiterhin ein Mensch prüfen. Die Suche verkürzt das Sichten; die redaktionelle Entscheidung nimmt sie nicht ab.
Die Grenze der Indexierung ist ebenso wichtig wie die Qualität der Treffer. Premiere analysiert Medien auf dem Rechner des Editors und speichert die Suchanalyse im Medien-Cache oder in .prmi-Sidecar-Dateien. Clipto gibt an, dass lokales Ausgangsmaterial in der Desktop-App lokal bleibt. Reelback speichert Rohmaterial standardmäßig in AWS S3; der Zero-Storage-Modus ab Pro löscht das Quellvideo nach der Verarbeitung, behält jedoch Index, Transkripte und Gesichtsdaten. Iconik und Axle sind darauf ausgelegt, Speicher anzubinden, statt so zu tun, als spiele Speicher keine Rolle. Jockey legt einen durchsuchbaren Knowledge Store mit eigenen Datei- und Kapazitätsgrenzen an.
Daraus ergibt sich die erste Budgetfrage: Wofür fallen Kosten beim Kopieren, Indexieren, Aufbewahren und Verwalten an? Sobald Proxy-Speicher, Transfers, KI-Credits, Zusatzminuten, weitere Zugänge oder Integrationsarbeit hinzukommen, kann der Listenpreis nur einen kleinen Teil des Budgets für die Materialsuche ausmachen.
1. Clipto: beste Gesamtlösung für ein lokales, durchsuchbares Archiv
Clipto ist eine Local-first-Anwendung, die Szenen, Personen, Handlungen, Gespräche und Emotionen in Video- und Audiodateien auffindbar macht. Für ein kleines Team mit einem Archiv auf Schnittrechnern oder angeschlossenen Laufwerken ist Clipto der beste erste Test: Der öffentlich ausgewiesene Pro-Preis ist niedrig genug, um das Tool an einer konkreten Suchaufgabe zu messen. Es erstellt Transkripte, Personen-Tags und Szenendaten und liefert exakte Fundstellen. Über die neue MCP-Anbindung kann ein kompatibler KI-Client strukturierte Ergebnisse aus einer freigegebenen Bibliothek abrufen. Clipto ist jedoch kein gemeinsames MAM; zudem müssen zwei Widersprüche zwischen den eigenen Live-Seiten vor einer Produktionsentscheidung geklärt werden.

Am besten geeignet für: Kleine Produktionsteams, die lokale Laufwerke durchsuchen möchten, ohne ihr Quellarchiv hochzuladen
Besonderheit: Visuelle Suche sowie Dialog-, Personen- und Handlungssuche plus MCP-Zugang für freigegebene KI-Clients
Preis: Pro kostet nach dem Test im ersten Monat $9.99, danach $24.99 monatlich oder $149.88 jährlich
Kostenloser Test: 7 Tage bei beiden angezeigten Abrechnungsvarianten
- Durchsucht Szenen, Personen, Handlungen, Gespräche und Emotionen über mehrere Dateien hinweg
- Die lokale Desktop-Verarbeitung verringert die Notwendigkeit, Quellmedien in die Cloud eines Anbieters zu kopieren
- Pro umfasst unbegrenzte Video- und Audiosuche, Transkription, Personen-Tagging und 99+ Sprachen
- MCP liefert Timecodes und Belege, ohne einem Agenten uneingeschränkten Dateizugriff zu geben
- Kein vollständiges gemeinsames MAM für Review, Rechte, Freigaben und Enterprise-Governance
- Erfordert einen Mac mit Apple Silicon und mindestens 16GB Arbeitsspeicher oder einen Windows-PC mit mindestens 12GB RAM
- Windows ist als Beta gekennzeichnet
- Die öffentlichen Seiten widersprechen sich beim Resolve-Support und bei den MCP-Anforderungen unter Windows
Was Clipto besonders gut löst
Clipto setzt an der für Editoren entscheidenden Ebene an: bei der Fundstelle innerhalb einer Datei. Laut der Dokumentation zur Videosuche kann eine Anfrage Szenen, Personen, Handlungen, Gespräche und Emotionen in mehreren lokalen Videos gleichzeitig erfassen. Das geht über eine Transkriptsuche hinaus und ist hilfreicher als ein Treffer auf Ordnerebene, wenn zehn Sekunden in einem einstündigen Interview oder auf einem Laufwerk voller beobachtender Aufnahmen gesucht werden.
Das Local-first-Modell ist der praktische Unterschied. Die aktuelle Clipto-Startseite beschreibt die Verarbeitung auf Mac- und Windows-Desktops als Local-first, während iPhone, Android und Web die Cloud nutzen. Die Seite zur Videosuche wird für den Mac konkreter: Quellmedien würden nicht hochgeladen, die Verarbeitung erfolge lokal. Bei unveröffentlichten Kampagnen, Dokumentar-Rohmaterial oder Kundenaufnahmen mit strengen Verarbeitungsregeln kann der Verzicht auf eine zweite Kopie der Quellmedien einen Einwand aus dem Einkauf ausräumen. Trotzdem muss im tatsächlichen Vertrag geprüft werden, wie Transkripte, abgeleitete Indizes, Absturztelemetrie und verbundene KI-Clients behandelt werden.
Auch die Hardware gehört zur Kaufentscheidung. Die aktuellen Systemanforderungen von Clipto nennen einen Mac mit Apple Silicon und mindestens 16GB Arbeitsspeicher oder einen Windows-PC mit mindestens 12GB RAM. Windows ist als Beta ausgewiesen. Eine alte Intel-Schnittstation wird also nicht allein wegen des günstigen Abos zu einem preiswerten Clipto-Rechner.
MCP verändert den Workflow – nicht nur die Feature-Liste
Clipto kündigte am 31. August 2026 in einer Unternehmensmitteilung native Apps für Windows und Android sowie die Anbindung an das Model Context Protocol an. MCP ist ein Standard, über den ein kompatibler KI-Client ein externes Tool aufrufen kann. Bei der Clipto-Implementierung gibt der Nutzer Ordner frei; der Client erhält strukturierte Suchergebnisse mit Timecodes, Belegen und einem Link „Open in Clipto“. Laut Clipto lässt sich die Verbindung trennen und erstellt nicht automatisch den fertigen Schnitt.
In derselben Woche kam ein stärkeres Signal für die Kontinuität des Anbieters hinzu – nicht für die Qualität seiner Suche. TechCrunch berichtete, Clipto habe $15 Millionen bei einer Post-Money-Bewertung von $250 Millionen aufgenommen. Das Unternehmen gab an, Anfang 2026 einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von $15 Millionen erreicht zu haben, auf Nettogewinnbasis profitabel zu sein, mehr als 30 Millionen Nutzer zu bedienen und knapp über 20 Personen zu beschäftigen. Damit erscheinen Produktsupport und Weiterentwicklung plausibler als bei einem nicht finanzierten Hilfsprogramm. Die ungewöhnlich kleine Belegschaft macht Belege aus einem Pilotversuch und einen Exportplan jedoch wichtiger, nicht unwichtiger.
Der konkrete Nutzen liegt in einer neuen Form der Übergabe. Ein Producer könnte einen kompatiblen Assistenten nach allen Interviewstellen fragen, an denen eine Person über verzögerte Genehmigungen spricht, belegte Timecodes aus der freigegebenen lokalen Bibliothek erhalten und diese an den Editor weiterreichen. Dem Assistenten wird nicht die Schnittentscheidung überlassen. Er bündelt Anfrage, Suche und Belegsammlung an einer Stelle.
Damit entsteht zugleich eine neue Berechtigungsebene. Für den Pilot sollten nur die benötigten Produktionsordner freigegeben und eine Datei platziert werden, die nicht auffindbar sein darf. Anschließend ist zu prüfen, ob der Agent sie tatsächlich nicht zurückliefert. Die MCP-Seite nennt das Feature als Bestandteil der Desktop-Apps für Mac und Windows; eine FAQ auf derselben Seite behauptet dagegen, die Mac-App sei erforderlich. Windows-Teams sollten dies als ungeklärte Bereitstellungsfrage behandeln und nicht von Funktionsgleichheit ausgehen.
Clipto: Preise und Amortisation
Die aktuelle Clipto-Preisseite nennt einen Testzeitraum von sieben Tagen. Danach kostet der erste monatliche Abrechnungszeitraum $9.99, die folgenden jeweils $24.99. Die Jahresoption kostet $149.88 und wird als $12.49 pro Monat bei jährlicher Abrechnung angezeigt. Gegenüber 12 Monaten zum regulären Satz von $24.99 ist der Jahrespreis $150 niedriger.
Bei angenommenen internen Personalkosten von $50 pro Stunde kosten 30 Minuten vermeidbare Suche $25. Eine eingesparte halbe Stunde deckt damit einen regulären Clipto-Monat zu $24.99 mit einem Cent Differenz. Das ist eine Szenariorechnung, keine allgemeine Lohnaussage und kein Versprechen, dass die Software jede gesuchte Einstellung findet. Für den Pilot liefert sie aber eine sinnvolle Hürde: Spart Clipto in einer repräsentativen Bibliothek nicht zuverlässig eine halbe Stunde pro Monat, ist selbst der niedrige Preis verschwendet.
Die angezeigten Pro-Tarife enthalten eine unbegrenzte Suche. „Unbegrenzt“ bedeutet jedoch nicht, dass keine Betriebskosten entstehen. Die lokale Indexierung belegt einen Rechner, der Speicher muss weiterhin gesichert werden, und Suchtreffer benötigen weiterhin eine redaktionelle Prüfung. Attraktiv bleibt die Anschaffung, weil diese Kosten sichtbar sind und ohnehin nahe am Schnitt-Workflow anfallen.
Zwei Prüfungen vor dem Abo
Die neuere Clipto-Startseite führt Plugins für Premiere Pro und DaVinci Resolve auf. Auf der spezifischeren Seite zur Videosuche heißt es dagegen, das Premiere-Plugin sei verfügbar, während Resolve und Final Cut Pro erst noch folgen sollen. Ein Resolve-Workflow darf nicht auf der allgemeineren Aussage aufgebaut werden, bevor das Plugin in genau der von der Produktion verwendeten Desktop-Umgebung verfügbar ist.
Die zweite Prüfung betrifft den Maßstab. Der Test muss mit einem repräsentativen Projekt erfolgen, nicht mit einem aufgeräumten Beispielordner. Dazu gehören lange Interviews, doppelte Exporte, Kameraoriginale, stumme B-Roll, mehrere Sprachen und genau die chaotischen Dateinamen, die das Suchproblem verursacht haben. Gemessen werden die Genauigkeit verwertbarer Timecodes und die Dauer der Indexierung. Erst danach lässt sich entscheiden, ob Clipto die Oberfläche für das Archiv bleibt oder nur zur Suchschicht eines einzelnen Editors wird.
Clipto in fünf Schritten testen
Repräsentatives Material auswählen
Eine 50-stündige Pilotbibliothek mit Interviews, B-Roll ohne Dialog, doppelten Exporten und mindestens einem Ordner zusammenstellen oder in Clipto auswählen, auf den der verbundene Agent nicht zugreifen darf.
Indexierung vollständig abschließen lassen
Indexierungsdauer und Rechnerspezifikationen dokumentieren und prüfen, ob während der Analyse praktikabel weitergeschnitten werden kann. Ein Suchtool, das den Schnitt ausbremst, verlagert die Kosten lediglich.
Zehn schriftlich definierte Suchen ausführen
Fünf Known-Item-Suchen, drei visuelle Suchen ohne verwertbaren Dialog und zwei Dialogsuchen verwenden. Die erwarteten Fundstellen vorab notieren, damit Wiedererkennen die Bewertung nicht künstlich verbessert.
Treffer in den Schnitt übergeben
Die gefundenen Stellen öffnen, Timecodes prüfen und die tatsächliche Übergabe an Premiere oder Resolve abschließen. Ein Treffer zählt erst, wenn der Editor ihn verwenden kann.
MCP-Berechtigungen prüfen
Den vorgesehenen KI-Client verbinden, ausschließlich die Pilotordner freigeben und nach Inhalten außerhalb dieser Ordner fragen. Den Rollout stoppen, wenn die Grenze unklar bleibt oder sich das Verhalten unter Windows vom benötigten Setup unterscheidet.
Clipto passt, wenn: das Archiv lokal liegt, das Team klein ist und das eigentliche Problem darin besteht, einzelne Momente zu finden – nicht darin, den gesamten Medienbestand eines Unternehmens zu verwalten.
Clipto passt nicht, wenn: mehrere Abteilungen gemeinsame Kontrollen für Rechte, Review, Audit, Lebenszyklus und Speicher benötigen. Das ist eine MAM-Aufgabe; eine günstige Suchschicht sollte kein vollständiges Medienmanagementsystem ersetzen müssen.
2. Adobe Premiere: beste Suche direkt im Schnitt
Adobe Premiere ist die stärkste Standardlösung, wenn dieselben Personen suchen und schneiden und sich alle relevanten Medien bereits in Premiere-Projekten befinden. Media Intelligence vereint natürlichsprachliche visuelle Suche, Transkriptsuche und eingebettete Metadaten in einem Panel. Die Analyse läuft auf dem Rechner des Editors. Laut Adobe verlassen weder Videomaterial noch Suchanfragen den Computer oder werden zum Training der Modelle verwendet. Der Preis dafür ist die Anbieterbindung: Die Analyse gehört zum Adobe-System und lässt sich nicht als neutraler Index für andere Anwendungen nutzen.

Am besten geeignet für: Editoren, die Einstellungen finden möchten, ohne Premiere zu verlassen
Besonderheit: Ein Suchpanel für visuelle Inhalte, gesprochene Wörter und eingebettete Metadaten
Preis: $22.99 monatlich im Jahresabo mit monatlicher Zahlung; Creative Cloud Pro kostet in derselben Abrechnungsform regulär $69.99 monatlich
Kostenloser Test: 7 Tage, anschließend kostenpflichtig, sofern nicht gekündigt wird
- Die Suche findet direkt in der Anwendung statt, in der auch der Schnitt entsteht
- Die lokale visuelle Analyse kann ohne Internetverbindung arbeiten
- Exakte In- und Out-Bereiche markieren die relevante Passage innerhalb eines längeren Clips
- Sidecar-Dateien ermöglichen es einem weiteren Premiere-Editor, eine abgeschlossene Analyse wiederzuverwenden
- Visuelle Suchanfragen funktionieren nur auf Englisch
- Kleine Details und schnelle Bewegungen können der visuellen Analyse entgehen
- Personen werden weder erkannt noch benannt
- Der proprietäre Index ist in anderen Anwendungen nicht nutzbar
Warum der Verbleib in Premiere gewinnen kann
Ein Suchsystem schafft nur dann Wert, wenn sein Ergebnis die Übergabe in den Schnitt übersteht. Für Editoren, die bereits in Premiere arbeiten, entfällt diese Übergabe. Ein visueller Treffer kann nicht nur den gesamten Clip, sondern einen konkreten Bereich im Ausgangsmaterial samt In- und Out-Punkten markieren. Daneben stehen Treffer aus Transkripten und Metadatenfilter. So führt der Weg von der Anfrage über den Quellbereich direkt in die Sequenz, ohne dass ein Producer erst ein Web-Ergebnis in eine Schnittanweisung übersetzen muss.
Die Dokumentation zu Media Intelligence trennt die Sucharten sinnvoll. Bei Transkripten und Metadaten wird nach exaktem Text gesucht, visuelle Anfragen akzeptieren natürlichsprachliche Beschreibungen. Die erweiterte Filterung unterstützt bis zu acht Metadatenregeln. Damit lassen sich mehrere bekannte Produktionsmerkmale eingrenzen, bevor ein visuelles Konzept hinzukommt.
Für einen Desktop-Editor ist die Datenschutzerklärung ungewöhnlich konkret. Adobe zufolge analysieren die Modelle Medien lokal, speichern die Ergebnisse im Medien-Cache, benötigen für die visuelle Suche keine Internetverbindung und übertragen weder Material noch Analyse oder Suchanfragen zum Modelltraining. Die Analyse kann außerdem in .prmi-Sidecar-Dateien neben den Medien gespeichert werden, sodass ein weiterer Premiere-Editor die Rechenarbeit nicht wiederholen muss.
Diese Portabilität endet an der Adobe-Grenze. Laut Dokumentation des Suchpanels sind Index und Analyse proprietär für die Adobe-Modelle und können nicht von anderen Anwendungen genutzt werden. Brauchen ein Resolve-Editor, ein Archiv-Producer oder ein interner Assistent dieselbe Suchschicht, wird Premiere zum Silo statt zur gemeinsamen Lösung.
Wo die Premiere-Suche an Grenzen stößt
Adobe benennt die Grenzen der visuellen Suche ausdrücklich. Das Modell untersucht verkleinerte Standbilder des Materials. Kleine Objekte und schnelle Bewegungen sind dadurch schwerer auffindbar; Personen identifiziert das Feature nicht. Bei der Anfrage „Maya läuft hinter dem blauen Rallyeauto vorbei“ kann Premiere Maya also nicht am Gesicht erkennen. Möglich sind weiterhin Treffer für eine Person, ein blaues Auto oder passenden Transkripttext. Für einen gesichtsbasierten Dokumentar-Workflow braucht es jedoch ein anderes System oder konsequent gepflegte Metadaten.
Visuelle Suchanfragen ausschließlich auf Englisch sind eine weitere praktische Einschränkung. Das Videomaterial selbst ist deshalb nicht auf Englisch beschränkt, und andere Premiere-Funktionen decken bei Transkripten viele Sprachen ab. Die visuelle Beschreibung in Media Intelligence muss dennoch englisch formuliert werden. Mehrsprachige Produktionen sollten Suchende mit anderen Muttersprachen in den Pilot einbeziehen, statt davon auszugehen, dass die Oberfläche für sie passt.
Adobe Premiere: Preise und Sitzplatzrechnung
Auf der aktuellen US-Tarifseite steht Premiere für $22.99 pro Monat im Jahresabo mit monatlicher Zahlung. Ein Zugang kostet über 12 Zahlungen $275.88; vier Einzelzugänge ergeben $1,103.52 pro Jahr, bevor möglicherweise abweichende Konditionen für Unternehmen greifen. Creative Cloud Pro kostet in derselben Abrechnungsform regulär $69.99 pro Monat. Für berechtigte Neukunden bewirbt die Seite aktuell $34.99 monatlich in den ersten drei Monaten. Der siebentägige Premiere-Test geht in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft über, wenn er nicht gekündigt wird.
Die Montagsentscheidung lautet nicht, ob $22.99 günstig wirken, sondern ob die relevanten Nutzer Premiere ohnehin benötigen. Haben vier Editoren bereits einen Zugang, entsteht für Media Intelligence bei diesen Arbeitsplätzen keine zusätzliche Lizenzposition. Brauchen dagegen sechs Producer die Suche, ohne selbst zu schneiden, sind sechs zusätzliche Editor-Lizenzen samt Schulung keine sinnvolle Methode, einen gemeinsamen Katalog zu vermeiden.
Adobe Premiere passt, wenn: die Suche bei Premiere-Editoren beginnt und endet, das Quellmaterial lokal indexiert werden kann und eine entfallende Übergabe wichtiger ist als ein gemeinsames Unternehmensarchiv.
Adobe Premiere passt nicht, wenn: Producer, Rechtsprüfung, Marketing sowie Editoren mit Resolve oder Final Cut einen gemeinsamen neutralen Index benötigen. Die Premiere-Suche ist ein Editor-Feature, keine Video Asset Management Software.
3. Reelback: beste Lösung für Gesichter, Dialoge und Selects
Reelback ist eine automatisierte Logging- und Suchschicht neben einer bestehenden Postproduktionspipeline. Das Tool durchsucht Dialoge, benannte Personen, Szenen, Transkripte und semantische Zusammenhänge und exportiert die Ergebnisse mit Timecodes als EDL, FCPXML oder CSV. Damit ist Reelback die stärkste spezialisierte Wahl für interviewlastige Dokumentationen, Unscripted-Formate, Sport und Markenproduktionen, bei denen ein Producer Selects zusammenstellt, bevor der Editor die Timeline öffnet. Es ist weder Review-System noch DAM; zudem wird die stundenbasierte Preisstruktur teuer, sobald der monatliche Ingest über das enthaltene Kontingent hinausgeht.

Am besten geeignet für: Teams, die Gesichter, Dialoge und Szenen durchsuchen und Ergebnisse zuverlässig als Schnittliste übergeben müssen
Besonderheit: Gesichtsbasiertes Logging mit Export als EDL, FCPXML und CSV
Preis: Starter $199 monatlich, Pro $599 monatlich, Studio $1,499 monatlich, jeweils mit stündlichen Mehrkosten
Kostenloser Test: Nicht ausgewiesen; ein bezahlter Pilot für $99 umfasst bis zu 5 Stunden und wird nach Abschluss eines Abos angerechnet
- Durchsucht Dialoge, Personen, visuelle Szenen und semantische Zusammenhänge mit Timecodes
- Exportiert EDL für Premiere und Resolve, FCPXML für Final Cut sowie CSV
- Pro und Studio bieten eine Zero-Storage-Verarbeitung des Quellmaterials
- Der bezahlte Pilot ist klein genug, um eine reale Folge oder einen repräsentativen Dreh zu testen
- Kein kostenloser Test
- Ersetzt weder Review und Freigabe noch Digital Asset Management
- Bei der Standardverarbeitung liegt das Rohmaterial in AWS S3
- Oberhalb der enthaltenen Stunden können die Mehrkosten das Abo dominieren
Reelback ist eine Anschaffung für das Logging
Die klarste Beschreibung auf der Reelback-Website ist zugleich die wichtigste Leitplanke für den Kauf: Das Produkt übernimmt automatisiertes Logging und die Suche, nicht den Review und nicht die Aufgaben eines DAM. Es soll unstrukturiertes Material in auffindbare Momente verwandeln und diese anschließend an die bereits genutzten Schnittwerkzeuge übergeben. Wegen dieses engeren Versprechens liegt Reelback bei Gesichts- und Dialogmaterial vor umfassenderen Systemen.
Die Features decken exakte Formulierungen im Transkript, Personennamen, Szenenbeschreibungen und Suchanfragen nach Bedeutung statt bloßem Wortlaut ab. Die Treffer enthalten Timecodes. Auch die Exportwege sind konkret: EDL für Premiere Pro und DaVinci Resolve, FCPXML für Final Cut Pro sowie CSV für Tabellen oder eigene Prozesse. Das ist technische Infrastruktur für die Produktion, kein Versprechen, eine KI werde den Schnitt übernehmen.
Gesichtsdaten brauchen klare Regeln. Im Zero-Storage-Modus, der ab Pro verfügbar ist, löscht Reelback das Quellvideo nach der Verarbeitung, behält aber den Suchindex, Transkripte und Gesichtsdaten. Damit sinkt die Belastung durch gespeicherte Rohmedien; daraus folgt jedoch nicht, dass keine abgeleiteten personenbezogenen Daten zurückbleiben. Teams für Dokumentationen oder Mitarbeitervideos sollten festlegen, wer ein Personenprofil anlegen, eine falsche Zuordnung korrigieren und abgeleitete Daten beim Entfernen der Quelle löschen darf.
Reelback: Preise einschließlich Mehrverbrauch
Die aktuelle Reelback-Preisseite nennt drei Abos. Starter kostet $199 monatlich und enthält 5 Videostunden, 3 Zugänge, semantische Suche, Transkription, Gesichtserkennung, NLE-Export sowie einen Preis von $30 je zusätzlicher Stunde. Pro kostet $599 monatlich für 25 Videostunden und 10 Zugänge, ergänzt Zero-Storage-Modus, Ordner und priorisierte Verarbeitung und berechnet $20 je Mehrstunde. Studio kostet $1,499 monatlich für 75 Videostunden und unbegrenzt viele Zugänge; hinzu kommen eine dedizierte Verarbeitungswarteschlange, projektübergreifende Organisation, priorisierter Support und $15 je Mehrstunde.
Der einmalige, bezahlte Pilot für $99 deckt bis zu fünf Stunden ab und wird bei einer Fortsetzung auf den ersten Abomonat angerechnet. Das ist aussagekräftiger als eine Sales-Demo, denn ein fünfstündiger Ausschnitt kann bekannte Interviewstellen, falsche Identitäten, Akzente, stumme B-Roll und den vorgesehenen NLE-Export enthalten. Kostenlos ist dieser Test dennoch nicht.
Bei 40 Stunden neuem Videomaterial in einem Monat sind in Reelback Pro die ersten 25 enthalten; für 15 zusätzliche Stunden fallen jeweils $20 an. Die reine Softwaresumme beträgt $899. Dieser Betrag gehört in den Vergleich mit der Arbeitszeit, die derzeit für das Logging dieser 40 Stunden anfällt – nicht nur der beworbene Basispreis von $599. Auch bei 70 Stunden könnte sich ein Team für Pro zu $1,499 entscheiden. Studio erreicht jedoch denselben Gesamtpreis, enthält dabei 50 weitere Stunden und unbegrenzt viele Zugänge. Warteschlange und benötigte Zugänge entscheiden daher über den Tarif.
Reelback passt, wenn: Producer Gesichts- und Dialogsuche brauchen, das Ergebnis als nutzbare Schnittliste ankommen muss und sich das monatlich indexierte Material verlässlich budgetieren lässt.
Reelback passt nicht, wenn: das eigentliche Problem bei Speicher, Freigaben, Rechten, Proxy-Bereitstellung oder Archivlebenszyklus liegt. Eine teure Logging-Schicht schließt diese betrieblichen Lücken nicht.
4. Cutsio: bester All-in-one-Workspace vor dem Schnitt
Cutsio ist ein browserbasierter Medien-Workspace, der Ingest, Speicherung, Freigabe, Review, Schnittwerkzeuge und Visual Intelligence vereint. Durchsucht werden Personen, Objekte, Szenen, Handlungen, Sprache und längere Momente; die Ergebnisse lassen sich als FCP XML oder Resolve EDL exportieren. Cutsio bietet gegenüber Reelback den höheren Gegenwert, wenn ein breiterer Workspace zur Schnittvorbereitung gefragt ist und etwa 40 Stunden pro Monat indexiert werden sollen – auch wenn beide Produkte nicht dasselbe leisten. Die öffentliche Seite widerspricht sich zudem bei der Frage, ob ProRes-Uploads im Pro-Tarif enthalten sind. Die Codec-Berechtigung muss deshalb schriftlich Teil des Piloten oder Auftrags sein.

Am besten geeignet für: Produktionen, die Ingest, visuelle Suche, Review und Übergabe in einem Browser-Workspace bündeln möchten
Besonderheit: Breite multimodale Suche mit Cloud-Importen und praxistauglichen Exportformaten
Preis: Pro $59 monatlich, Studio $249 monatlich, Enterprise $999 monatlich, zuzüglich nutzungsabhängiger Add-ons
Kostenloser Test: Wird angeboten, auf der öffentlichen Seite jedoch ohne Angabe zur Dauer
- Durchsucht Personen, Objekte, Szenen, Handlungen, Sprache und übergeordnete Momente
- Importiert aus Drive, Dropbox, Vimeo und Google Photos
- Verbindet Speicherung und Team-Workflow mit der Suche
- Studio kann bei 40 indexierten Stunden unter den aktuellen Mehrverbrauchspreisen kostengünstig sein
- Zusätzliche visuelle Indexierung kostet $0.25 pro Minute
- Mehrere Produktionsfunktionen werden als separate monatliche oder stündliche Add-ons berechnet
- Die Angaben zum ProRes-Anspruch widersprechen sich auf derselben Live-Seite
- FCP XML und Resolve EDL ersetzen keinen Test einer vollständigen Projektübergabe
Was sich durch den breiteren Workspace ändert
Die Suchschicht ist nur ein Teil der Cutsio-Anschaffung. Die Seite zu Visual Intelligence beschreibt die Suche nach Personen, Objekten, Szenen, Handlungen, Sprache und Momenten einschließlich des Kontexts rund um die passenden Timecodes. Das Gesamtprodukt kann Medien aus Google Drive, Dropbox, Vimeo und Google Photos importieren, speichern, zur Prüfung bereitstellen und als FCP XML oder Resolve EDL exportieren. So kann ein Producer Uploads von entfernten Standorten einsammeln, durchsuchen, eine Auswahl erstellen und strukturierte Ergebnisse weitergeben, ohne ein separates Suchabo mit einem Review-Portal verbinden zu müssen.
Der größere Funktionsumfang schafft zugleich mehr Prüfbedarf. Je nach Ausgangsprojekt können beim Austausch über XML oder EDL Effekte, verschachtelte Strukturen, Gradings oder Annahmen zur Neuverknüpfung verloren gehen. Eine Übergabe mit fünf Clips ist deshalb kein aussagekräftiger Test. Erforderlich ist ein echtes Multikamera- oder Mixed-Codec-Projekt: Ordner umbenennen, Notizen ergänzen und anschließend prüfen, ob der empfangende Editor die Originale ohne Reparatur neu verknüpfen kann.
Der Codec-Widerspruch ist konkret genug, um die Entscheidung zu beeinflussen. In der Aufzählung zum Pro-Tarif steht, ProRes-Uploads seien enthalten. Die FAQ auf derselben aktuellen Seite nennt ProRes-Uploads dagegen nur für Studio und Enterprise. Bis Cutsio Pro schriftlich bestätigt, sollte eine Produktion mit ProRes deshalb Studio als den öffentlich sicher ausgewiesenen Tarif behandeln.
Cutsio: Preise und das 40-Stunden-Szenario
Die aktuelle öffentliche Preisliste führt Pro für $59 monatlich mit 2 Nutzern, 300 indexierten Minuten und 30 Speicherstunden auf. Studio kostet $249 mit 10 Nutzern, 1,500 indexierten Minuten und 150 Speicherstunden. Enterprise kostet $999 mit 25 Nutzern, 6,000 indexierten Minuten und unbegrenzt vielen Speicherstunden.
Entscheidend sind die Add-ons: Der Ingest von ARRI- oder RED-Rohmaterial kostet $15 pro Stunde, Archivspeicher $15 pro TB und Monat, zusätzliche visuelle Indexierung $0.25 pro Minute, weitere Nutzer jeweils $25 pro Monat, DRM-Asset-Schutz $499 monatlich und High-Bitrate-Verarbeitung $299 monatlich. Ein Test wird beworben, seine Dauer ist auf der Seite jedoch nicht veröffentlicht.
Bei 40 Stunden neuem Material in einem Monat deckt Studio 25 Stunden ab. Übrig bleiben 15 Stunden beziehungsweise 900 Minuten. Zu $0.25 pro Minute kostet der Mehrverbrauch $225; die reine Softwaresumme liegt bei $474. Reelback Pro kommt bei denselben 40 Eingangsstunden rechnerisch auf $899. Cutsio ist in diesem Szenario damit $425 günstiger. Das ist kein Qualitätsvergleich bei identischem Leistungsumfang: Reelback unterscheidet sich bei Gesichtssuche, Logging, Speicherung und Export. Die Abbildung markiert vielmehr die Budgetweiche, die einen belastbaren Pilotversuch rechtfertigt.

Schwankt der monatliche Ingest, sollten drei Monate statt nur eines kalkuliert werden. In einer Agentur können in einem ruhigen Monat 10 Stunden anfallen und rund um einen Launch 80 Stunden. Der Mittelwert verdeckt sowohl eine Kostenspitze als auch mögliche Wartezeiten in der Verarbeitung. Der bessere Vertrag ist derjenige, der auch im geschäftigsten plausiblen Monat noch tragbar bleibt.
Cutsio passt, wenn: Producer browserbasierten Ingest, visuelle Suche, Speicherung, Review und Schnittübergabe in einem Dienst wünschen und das Nutzungsmodell günstiger ist als mehrere separate Tools.
Cutsio passt nicht, wenn: das Archiv On-Premise bleiben muss, die ProRes-Berechtigung nicht ungeklärt sein darf oder ein spezialisiertes Logging-Produkt mit dem repräsentativen Material deutlich besser abschneidet.
5. Axle AI: beste Wahl für gemeinsame On-Premise-Speicher
Axle AI ist ein Media-Asset-Management-System, das vorhandene Produktionsspeicher katalogisiert. Die Suche kombiniert eigene Metadaten mit lokalen KI-Engines für Gesichter, Szenen, Sprache, Logos und Text. Der Katalog kann sich über Ordner, NAS, SAN, Cloud-Buckets und Archivspeicher legen. Axle gehört damit auf die Shortlist, wenn ein Kopieren der Quellmedien in eine neue SaaS-Bibliothek nicht infrage kommt. Der MAM-Einstiegspreis von $2,995 ist nur die erste Position einer realen Implementierung – insbesondere, weil KI-Tagging bei weiteren $200 pro Monat beginnt.

Am besten geeignet für: Produktionsbetriebe, die vorhandene On-Premise- und Hybrid-Speicher per KI durchsuchen müssen
Besonderheit: Lokale KI plus Katalog für NAS, SAN, Ordner, Cloud- und Archivsysteme
Preis: MAM ab $2,995, Tags ab $200 monatlich und Axle AI Cloud für $20 pro TB und Monat
Kostenloser Test: Kein öffentlicher Testzeitraum; Demo und Cloud-Registrierung werden angeboten
- Vorhandene Speicher bleiben das operative Zentrum
- Kombiniert eigene Metadaten mit Analyse von Gesichtern, Szenen, Sprache, Logos und Text
- Proxys und Katalogeinträge machen große Originale auffindbar, ohne jede Quelldatei zu verschieben
- Für Organisationen geeigneter als ein Suchpanel für einzelne Editoren
- Der öffentliche Einstiegspreis ist kein vollständiges Implementierungsangebot
- Hardware, Speicher, Migration, Integration, Support und KI-Kosten müssen separat definiert werden
- Die Bereitstellung verlangt eine verantwortliche Person für Metadaten und Berechtigungen
- Kein öffentlich ausgewiesener kostenloser Test
Wenn lokale Infrastruktur selbst das entscheidende Feature ist
Für einen Betrieb mit jahrelanger Arbeit auf einem NAS ist „Archiv hochladen“ keine Einrichtungsanweisung. Es ist ein Migrationsprojekt mit Übertragungszeit, doppeltem Speicher, Sicherheitsprüfung und einer neuen Fehlerquelle. Axle will Assets, Proxys, Transkripte, KI-Tags und eigene Metadaten katalogisieren und zugleich bestehende Ordner und Speichersysteme anbinden. Das Quellmaterial bleibt dort, wo die Produktion es bereits erwartet.
Dadurch verändert sich, was die Suche erfassen kann. Ein System kann sichtbare Bildinhalte mit exakten, vom Team gepflegten Betriebsdaten kombinieren. „Interview mit Dana über den Launch“ ist semantisch. „Kunde Acme, Nutzungsrechte bis Dezember, Kamera A, freigegeben“ sind kontrollierte Metadaten. Das kostspielige Archivproblem liegt meist an der Schnittstelle beider Ebenen – nicht bei einem vermeintlich magischen Modell, das einen Sonnenuntergang beschreiben kann.
Die öffentliche Produktseite führt Gesichtserkennung, Szenenverständnis, Sprachtranskription, Logo- und Texterkennung neben eigenen Metadaten und semantischer Suche auf. Nützlich werden diese Funktionen erst, wenn geklärt ist, welche Quellen analysiert werden, wie Namen korrigiert werden, wer sensible Projekte sehen darf und was beim Ausmustern einer Quelle geschieht. Ein On-Premise-System erhält die Kontrolle – und ebenso die Verantwortung.
Der Preis von Axle AI ist eine Untergrenze
Axle nennt MAM ab $2,995, Tags ab $200 pro Monat und Cloud-Kapazität zu $20 pro TB und Monat. Zusammen ergeben die beworbenen Einstiegspreise für MAM und Tags im ersten Jahr $2,995 plus $2,400, also $5,395. Axle weist diese Summe nicht als vollständiges Angebot aus. Erforderliche Hardware, Speicher, Migration, Integration, Dienstleistungen und Supportdetails sind darin nicht enthalten.
$5,395 sollte als Warnsignal für den Einkauf dienen, nicht als Prognose. Enthält die Freigabevorlage nur diese Summe, fehlt die Arbeit, die ein Mediensystem tatsächlich nutzbar macht. Das Angebot muss indizierten Speicher, gleichzeitige Nutzer, Proxy-Erstellung, KI-Volumen, Backup, Identitätsmanagement, Support und Ausstieg schriftlich abbilden. Eine passende Axle-Implementierung kann günstiger sein als die Migration eines Archivs im Petabyte-Maßstab. Eine unpassende wird womöglich zu einem Katalog, den niemand pflegt.
Axle AI passt, wenn: vorhandene On-Premise- oder Hybrid-Speicher nicht verhandelbar sind und die Organisation Verantwortung für Metadaten, Berechtigungen und Infrastruktur übernehmen kann.
Axle AI passt nicht, wenn: ein einzelner Editor nur Einstellungen auf einem Laufwerk finden muss. Der betriebliche Aufwand wäre größer als das Suchproblem.
6. Iconik: beste Lösung für verteilte Medienabläufe
Iconik ist eine cloudzentrierte Medienmanagementschicht. Sie bindet On-Premise- und Cloud-Speicher an, erzeugt durchsuchbare Metadaten und Proxys und vereint Review und Workflow in einem Betriebsmodell. Damit eignet sich Iconik hier am besten für verteilte Produktionsorganisationen, nicht für einzelne Editoren. Über die Premiere-Integration lassen sich verbundene Speicher durchsuchen, Proxys oder Originale importieren, Review-Kommentare in Marker umwandeln und Originale für das Finishing erneut verknüpfen. Der Einstiegspreis ist flexibel, die Kosten in größerem Maßstab sind komplex: Nutzer, Speicher, KI, Transfers und Services belasten jeweils das Budget.

Am besten geeignet für: Verteilte Teams, die Proxys, Reviews, Berechtigungen und Suche über mehrere Speicherorte verwalten
Besonderheit: Eine Medienbetriebsschicht für Browser, Premiere, Resolve sowie Cloud- und On-Premise-Systeme
Preis: Starter-Nutzer kosten zwischen $0 und $120 monatlich; Professional und Enterprise werden individuell angeboten
Kostenloser Test: Starter-Test verfügbar, Dauer nicht öffentlich ausgewiesen
- Im Starter-Tarif lassen sich unbegrenzt viele On-Premise- und Cloud-Speicherorte verbinden
- Verbindet Metadaten- und visuelle Suche mit Review, Berechtigungen und Workflows
- Das Adobe-Panel deckt den Weg von der entfernten Suche über Proxy-Schnitt bis zur Neuverknüpfung des Originals ab
- Professional und Enterprise ergänzen Automatisierung, SSO, Wasserzeichen, Compliance und Support
- Nutzungsguthaben machen die Rechnung anhand der Zugangspreise allein schwer kalkulierbar
- Ein sinnvoller Produktionseinsatz verlangt eine Architektur für Metadaten und Speicher
- Preise für Professional und Enterprise sind nicht öffentlich
- Für einen Solo-Editor ist das System überdimensioniert
Warum Iconik eine Betriebsschicht ist
Iconik zwingt nicht jede Quelldatei in den Speicher eines einzigen Anbieters. Der Starter-Tarif kann On-Premise- und Cloud-Speicher verbinden; darüber stellt der Dienst Katalog, Metadaten, Proxys, Suche, Review, Berechtigungen, Integrationen und Workflows bereit. Dieses Modell ist treffender als „Suchmaschine“. Die Suche ist eine von mehreren Oberflächen für den operativen Medienbestand einer Produktion.
Greifbar wird der Unterschied im Adobe-Panel von Iconik. Ein Editor kann Material auf einem NAS, in einem S3-Bucket oder einer anderen indexierten Quelle suchen, einen Proxy oder das Original importieren, ein Premiere-Projekt in einer Collection speichern, Review-Kommentare als Timeline-Marker übernehmen und später die Originale neu verknüpfen. Jeder dieser Schritte spart eine manuelle Übertragung oder Übersetzung. Funktioniert der Ablauf unter realen Netzwerk- und Berechtigungsbedingungen, erkauft das höhere Budget weniger Koordinationsaufwand – nicht nur eine schnellere Suche.
Iconik funktioniert außerdem im Browser und ist mit DaVinci Resolve verbunden. Producer und Reviewer benötigen keinen Premiere-Zugang, um Material zu finden und zu kommentieren. Hier verläuft die Grenze zu Adobe Media Intelligence: Premiere optimiert den Arbeitskreislauf eines Editors, Iconik versucht die Organisation rund um ihre Medien zu koordinieren.
Iconik-Tarife und die versteckte Verbrauchsposition
Die aktuelle Iconik-Preisseite führt die Rollen im Starter-Tarif einzeln auf. Collaborator kostet $0 pro Monat, Browse User $9, Standard User $65 und Power User $120. Starter hat keine Vertragsbindung und nutzt Credits für Speicher, Nutzer, KI und Services. Der Nutzerpreis ist daher nicht der Gesamtpreis.
Starter umfasst unbegrenzt viele Speicheranbindungen, erweiterte Metadaten- und visuelle Suche, Review, Integrationen und eigene Workflows, rollenbasierte Berechtigungen sowie MFA. Professional wird individuell kalkuliert und ergänzt fortgeschrittene KI mit enthaltenem Monatsguthaben, umfangreichere Automatisierung, SSO, dynamische Wasserzeichen sowie enthaltenen Proxy-Speicher, Transfer und Egress. Auch Enterprise wird individuell angeboten und ergänzt Iconik Shield für Compliance und Audit, Premium-Support-SLAs, einen Technical Account Manager, Edge Transcoder, höhere Kapazitäten für KI und Automatisierung sowie eigenen Proxy-Speicher.
Ein kleines Szenario zeigt, warum die Rollenverteilung wichtig ist. Ein Power User plus drei Standard User kosten $315 pro Monat oder $3,780 pro Jahr – noch ohne Speicher-, KI- und Serviceverbrauch. Jeder gelegentlichen prüfenden Person eine Standard-Rolle zu geben verschwendet Geld; dem Archivverantwortlichen nur Browse-Rechte zu geben kann dagegen die Arbeit blockieren. Vor der Angebotsanfrage müssen deshalb Tätigkeiten den Rollen zugeordnet werden.
Auf der Live-Preisseite wird keine Dauer für den Starter-Test genannt. Im Pilot müssen angebundener Speicher, Proxy-Erstellung, mindestens zwei Berechtigungsstufen, eine Übergabe an Adobe oder Resolve, Review-Kommentare und die Neuverknüpfung eines Originals enthalten sein. Eine Suchdemo im Browser deckt nur den einfachsten Teil des Systems ab.
Wann ist Video Asset Management Software die richtige Anschaffung?
Video Asset Management Software ist dann sinnvoll, wenn die Suche mit Speicher, Berechtigungen, Proxys, Review, Rechten, Automatisierung und Lebenszyklus verbunden ist. Können drei Editoren eine Einstellung nicht finden, lässt sich das womöglich mit Suche lösen. Können 30 Personen sich nicht darauf einigen, welcher Proxy freigegeben ist, wem die Quelle gehört, wo der Rechtenachweis liegt oder welches Original für den Conform verwendet werden soll, ist das Suchfeld nur die Eingangstür.
Vier Signale helfen bei der Einordnung. Erstens wird dasselbe Material für mehr als ein Projekt oder eine Abteilung genutzt. Zweitens arbeiten Beteiligte an verschiedenen Orten oder mit unterschiedlichen Schnittanwendungen. Drittens brauchen Zugriff und Löschung verbindliche Regeln statt persönlicher Entscheidungen. Viertens übersteigen die Kosten für Kopieren, Neuverknüpfen und erneute Freigaben den Aufwand der Katalogverwaltung. Iconik passt zur verteilten Variante dieses Problems, Axle zur speicherzentrierten.
Ein MAM ist kein Ersatz für ordentliche Namen und Ordner. KI-Tags sind probabilistisch. Rechte, Freigabestatus, Kunde, Projekt und Aufbewahrungsfristen brauchen weiterhin bewusst definierte Felder und klare Zuständigkeit. Ohne Metadatenverantwortliche wird ein MAM lediglich zu einem teureren Haufen aus Suchvermutungen.
Iconik passt, wenn: verteilte Nutzer ein gemeinsames System für Speicher, Proxy-Schnitt, Review, Metadaten, Berechtigungen und mehrere Kreativanwendungen benötigen.
Iconik passt nicht, wenn: der Workflow aus einem Editor und einem Laufwerk besteht oder niemand die Befugnis hat, Metadaten- und Speicherrichtlinien zu verantworten.
7. TwelveLabs Jockey: beste Wahl für individuelle und agentenbasierte Suche
TwelveLabs Jockey ist ein Agent in der Research Preview, der Video- und Bildsammlungen durchsucht und Zusammenhänge darin erschließt. Er verarbeitet natürlichsprachliche Anweisungen über mehrere Dialogschritte, kann strukturiertes JSON liefern, ein Motiv über mehrere Videos verfolgen, Inhalte zusammenstellen und einen Korpus ordnen. Damit ist Jockey die interessanteste Wahl für Produktteams, die eine eigene Suchoberfläche oder einen Agenten-Workflow entwickeln. Bei einer Anschaffung für die Produktion landet das Tool auf Platz sieben: Preview-Zugang, Kapazitätsgrenzen und betriebliche Unsicherheit wiegen unter Termindruck schwerer als eine beeindruckende Demo.

Am besten geeignet für: Technische Teams, die einen eigenen Assistenten für einen Videokorpus oder einen strukturierten Agenten-Workflow erproben
Besonderheit: Korpusübergreifende Schlussfolgerungen in mehreren Dialogschritten mit strukturierten Ausgaben und videoübergreifenden Aufgaben
Preis: Free $0, Plus $20 monatlich, Pro $100 monatlich
Kostenloser Test: Kostenloser Tarif mit einem Knowledge Store von 5GB; der Zugang zur Research Preview ist begrenzt
- Geht über das Auffinden hinaus und bearbeitet strukturierte, mehrstufige Aufgaben im Korpus
- Unterstützt natürlichsprachliche Sitzungen und JSON-Ausgaben
- Kann Motive über mehrere Videos verfolgen und Inhalte ordnen oder zusammenstellen
- Die Speicherkontingente der Bezahlpläne ergeben einheitlich $0.20 pro GB und Monat
- Weiterhin eine Research Preview mit begrenzten Registrierungen
- Einzelne Videodateien dürfen maximal 5GB groß sein
- Laut Produktseite soll ChatGPT erst künftig unterstützt werden
- Preview-Verhalten ist eine schlechte Abhängigkeit für einen terminkritischen Schnitt
Was Jockey ermöglicht
Die meisten Tools in diesem Vergleich liefern Fundstellen. Jockey soll mit diesen weiterarbeiten. Die Dokumentation zum Agentenkonzept beschreibt natürlichsprachliche Anweisungen, Kontext über mehrere Dialogschritte, strukturiertes JSON, Motivverfolgung über Videos hinweg sowie das Zusammenstellen und Ordnen von Inhalten. Ein Produktteam könnte eine Auswahl möglicher Clips anfordern, das Ergebnis als Daten speichern, eigene Rechteregeln anwenden und freigegebene Elemente in eine andere Anwendung leiten.
Die Produktseite nennt eine Anbindung an Claude und kündigt Unterstützung für ChatGPT als „coming soon“ an. Diese Formulierung ist im September 2026 relevant: Eine künftige Integration darf bei der Kaufentscheidung nicht wie ein vorhandenes Feature behandelt werden. Entweder wird der unterstützte Weg genutzt oder die Einbindung erfolgt über die dokumentierte Plattform – samt akzeptiertem Entwicklungsaufwand.
Eingabegrenzen prägen das Archiv. Ein Video darf höchstens 5GB groß sein. Unterstützte Auflösungen reichen von 360 mal 360 bis 5184 mal 2160; bei Formaten verweist die Dokumentation auf die Unterstützung durch FFmpeg. Große Kameraoriginale benötigen möglicherweise Proxys oder eine Vorverarbeitung. Daraus entstehen Entscheidungen zu Speicher, Pipeline und Qualität, die in einer aufgeräumten Korpus-Demo unsichtbar bleiben können.
Jockey-Tarife und das Preview-Risiko
Die Preisseite von Jockey führt Free zu $0 pro Monat mit einem Knowledge Store von 5GB und einfachen Rate Limits auf. Plus kostet $20 monatlich und enthält 100GB sowie höhere Limits. Pro kostet $100 monatlich, umfasst 500GB und bietet die höchsten ausgewiesenen Limits. Bei beiden Bezahlplänen entsprechen die Speicherkontingente $0.20 pro GB und Monat. Die Seite wirbt mit 17 Prozent Ersparnis bei jährlicher Abrechnung, zeigt in den erfassten Live-Inhalten aber keine jährlichen Gesamtpreise. Diese müssen deshalb erfragt und dürfen nicht hergeleitet werden.
Jockey bietet Kontofunktionen zum Löschen hochgeladener Originale, erzeugter Indizes, Metadaten und der Nutzungshistorie. Das ist hilfreich. Für die vorgesehene Datenklasse muss ein technischer Einkäufer dennoch Organisationsidentität, Rollen, Auditierbarkeit, Vertragsbedingungen, Wiederherstellung und Löschfristen prüfen.
Die Research Preview ist die entscheidende Grenze. Für einen Prototyp, dessen Aufgabe darin besteht, einem Produktteam die tatsächlichen Nutzerfragen zu zeigen, kann eine Preview völlig sinnvoll sein. Als einziger Suchweg für eine Fernsehauslieferung am kommenden Freitag ist sie es nicht. Die praktische Konsequenz ist eindeutig: Das Feature kann eine neue Produktrichtung eröffnen, der nächste Schritt am Montag ist aber ein abgeschirmter Prototyp mit entbehrlichen Daten – keine Migration.
TwelveLabs Jockey passt, wenn: ein technisches Team strukturierte, agentenbasierte Funktionen über einen Videokorpus benötigt und mit den Preview-Einschränkungen leben kann.
TwelveLabs Jockey passt nicht, wenn: Verfügbarkeit, Support, Governance und vorhersehbares Produktionsverhalten schon heute zwingend sind.
Welche Video Search Engine passt zum Produktions-Workflow?
Zuerst wird die Systemgrenze festgelegt, danach die Suchqualität gemessen. Wer diese Reihenfolge umdreht, verwandelt eine eindrucksvolle Demo schnell in ein doppeltes Archiv, dem niemand vertraut.
Lokale Suche wählen, wenn ein oder wenige Editoren das Material verantworten und die Quellmedien ihren Speicherort nicht verlassen sollen. Clipto bietet die anwendungsneutralere lokale Bibliothek, Premiere den kürzeren Weg von der Suche zum Schnitt. Die Zusammenarbeit entscheidet zwischen beiden: Muss ein Producer ohne Premiere denselben Korpus durchsuchen, verliert die editorzentrierte Lösung an Vorteil.
Einen Dienst vor dem Schnitt wählen, wenn Logging und Selects vor der eigentlichen Montage entstehen. Bei Gesichtern und Interviews verdient Reelback den ersten Pilot – besonders, wenn EDL oder FCPXML ausgegeben werden soll. Cutsio ist vorzuziehen, wenn Annahme, Browser-Review, Speicherung und visuelle Suche gemeinsam abgebildet werden sollen. Nicht der Grundpreis gibt den Ausschlag, sondern die indexierten Minuten im arbeitsreichsten Monat zusammen mit der Erfolgsquote der realen Schnittübergabe.
Ein Medienmanagementsystem wählen, wenn mehrere Speicherorte, Nutzerrollen, Review-Status und Anwendungen einen Datensatz gemeinsam verwenden müssen. Axle passt eher, wenn vorhandener On-Premise-Speicher den Mittelpunkt bildet. Iconik passt eher, wenn verteilter Zugriff, Proxys und anwendungsübergreifende Abläufe im Zentrum stehen. Entscheidend ist, ob die Organisation vor allem die Kontrolle über den Speicher schützen oder entfernte Abläufe koordinieren muss.
Eine programmierbare Agentenschicht wählen, wenn die Suche selbst Bestandteil eines Produkts oder eigenen Workflows ist. Jockey kann strukturierte Ergebnisse liefern und mehrstufige Aufgaben über einen Korpus fortsetzen; der Research-Preview-Status muss jedoch zum Risiko passen. Clipto MCP bietet einen einfacheren Agentenzugang zu einer freigegebenen lokalen Bibliothek, macht aus Clipto aber keine Enterprise-API-Plattform.
Anschließend werden mit demselben Material sechs Punkte bewertet:
- Top-five Recall: Enthält mindestens einer der ersten fünf Treffer die erwartete Stelle?
- Zeit bis zum ersten nutzbaren Treffer: Wie lange dauert es vom Start der Anfrage, bis ein Editor den Clip oder Zeitbereich verwenden kann?
- Belastung durch Fehlalarme: Wie viele irrelevante Treffer muss ein Producer prüfen, bevor er eine passende Stelle findet?
- Indexierungskosten: Wie viel Zeit, Rechenleistung, Transfer, Speicher und bezahltes Volumen verbraucht ein repräsentativer Monat?
- Berechtigungsverhalten: Kann ein Nutzer oder verbundener Agent etwas außerhalb des vorgesehenen Projekts abrufen?
- Abgeschlossene Übergabe: Öffnet sich die Auswahl im empfangenden Schnittsystem beziehungsweise lässt sie sich dort mit brauchbaren Timecodes und Metadaten korrekt neu verknüpfen?
Ein Anbieter kann den Such-Benchmark gewinnen und dennoch am Workflow scheitern. Erscheint die erwartete Stelle an erster Position, das Neuverknüpfen dauert aber zehn Minuten, werden die zehn Minuten erfasst. Liefert eine langsamere Suche ein sauberes FCPXML, das eine Stunde spart, wird diese Stunde erfasst. Die Suchqualität ist der Input; abgeschlossene redaktionelle Arbeit ist der Output.
Das Budget für die Suche im Videomaterial
Das relevante Budget besteht aus den Softwareausgaben plus der bezahlten Arbeitszeit, die weiterhin nötig ist, um eine nutzbare Stelle zu finden, zu prüfen und zu übergeben. Speicher, Transfer, Indexierungsmehrverbrauch, KI-Credits, Support und Integration gehören auf die Softwareseite. Formulieren von Anfragen, Prüfen falscher Treffer, Reparieren von Berechtigungen und Neuverknüpfen gehören auf die Personalseite.
Diese Betrachtung verhindert drei typische Fehler. Der erste ist, Clipto allein deshalb zu wählen, weil $24.99 niedriger sind als ein MAM-Angebot, obwohl eigentlich unternehmensweite Rechte und Speicher gelöst werden müssen. Der zweite ist, ein MAM abzulehnen, weil die Zugangsposition über Premiere liegt, obwohl es wiederholte Proxy-Transfers und Freigabeverwirrung für 30 Personen beseitigt. Der dritte ist, den Pro-Basispreis von Reelback zu $599 mit Cutsio Studio zu $249 zu vergleichen und dabei 15 zusätzliche Indexierungsstunden zu ignorieren.
Das aktuelle 40-Stunden-Beispiel ist ein Modell, keine allgemeingültige Prognose. Reelback Pro ergibt nach 25 enthaltenen Stunden und 15 Stunden zu jeweils $20 insgesamt $899. Cutsio Studio ergibt nach 25 enthaltenen Stunden und 900 Minuten zu $0.25 insgesamt $474. Der Unterschied von $425 erkauft das Recht auf eine bessere Frage: Spart Reelback mit Gesichtssuche, Logging und Übergabe in dieser Produktion gegenüber Cutsio mehr als $425?
Bei lokaler Suche kann die Zeit das Abo stärker bestimmen als der Preis. Unter der ausdrücklich gesetzten Annahme interner Personalkosten von $50 pro Stunde ist eine vermiedene 30-minütige Suche $25 wert und deckt damit knapp einen regulären Clipto-Monat zu $24.99. Ändern sich Stundensatz, Häufigkeit oder eingesparte Zeit, ändert sich auch das Ergebnis. Die Annahmen gehören in die Freigabe, damit das Tool an einer Schwelle statt an Begeisterung gemessen wird.
Vor dem Vergleich von Gesamtsummen müssen bei einem Systemkauf die fehlenden Implementierungspositionen ergänzt werden. Die beworbenen Einstiegspreise von Axle für MAM plus Tags ergeben im ersten Jahr $5,395, sind jedoch kein vollständiges Angebot. Das Szenario mit einem Power User und drei Standard Usern bei Iconik ergibt $3,780 jährlich, doch Speicher-, KI- und Serviceverbrauch kommen hinzu. Keine der beiden Summen sollte ohne ihre Ausschlüsse an die Finanzabteilung gehen.
Der nächste Schritt am Montag: ein 50-Stunden-Pilot zur Materialsuche
Am Montag wird kein Archiv migriert. Stattdessen wird eine repräsentative Bibliothek mit 50 Stunden ausgewählt, und zehn Suchaufgaben werden schriftlich festgehalten, bevor eine Anbieterdemo beeinflusst, was im Gedächtnis bleibt.
Fünf Known-Item-Aufgaben verwenden dokumentierte erwartete Stellen und Quellen. Hinzu kommen drei visuelle Aufgaben ohne verwertbaren Dialog, die neben häufigen Objekten auch Bildkomposition oder Handlung abdecken. Zwei Dialogaufgaben enthalten Paraphrasen, Akzente oder uneindeutige Sprecher. Doppelte Exporte und ein bewusst gesperrter Ordner gehören ebenfalls in den Test. Diese Mischung trennt Transkriptsuche von visuellem Verständnis und deckt Fehler bei Berechtigungen auf.
Dieselben zehn Aufgaben werden in höchstens drei Finalisten ausgeführt. Erfasst werden Top-five Recall, Zeit bis zum ersten nutzbaren Treffer, Fehlalarme, Indexierungsdauer, Rechnerbelastung, Berechtigungsverhalten und erfolgreiche NLE-Übergabe. Ein Producer sollte die Suche ausführen, ein Editor aber die Nutzbarkeit des Ergebnisses beurteilen. Nach der Einrichtung bleibt der Anbieter der Bewertungssitzung fern.
Die Kaufschwelle steht vor Beginn des Tests fest. Ein kleines lokales Team könnte verlangen, dass 8 von 10 erwarteten Stellen unter den ersten fünf Treffern erscheinen, kein gesperrtes Ergebnis ausgegeben wird, die Premiere-Übergabe funktioniert und weniger als eine Stunde Wartung pro Woche anfällt. Ein Betrieb, der MAM prüft, sollte Rollentests, Proxy-Neuverknüpfung, korrekten Review-Status, Löschung und Wiederherstellung ergänzen. Das sind vorgeschlagene Beispielschwellen, keine Ergebnisse eines für diesen Vergleich durchgeführten Tests.
Am Ende der Woche wird nur das kleinste System gekauft, das die operative Schwelle überschreitet. Erfüllt Clipto die Vorgaben, ist ein MAM aus Prestigegründen unnötig. Scheitert jedes lokale Tool am gemeinsamen Berechtigungstest, helfen keine weiteren Such-Apps. Dann gehört das Budget in die Archivschicht.
So wurden die Tools ausgewählt
Diese Rangliste vergleicht sieben Tools, deren Live-Produkt-, Dokumentations- und Preisseiten am 2. September 2026 geprüft wurden. Sie erhebt nicht den Anspruch, alle sieben Produkte selbst praktisch eingesetzt zu haben. Voraussetzung für die Aufnahme waren eine konkret benannte Suchfunktion, eine reale Workflow-Grenze, ein aktueller öffentlicher Preis oder ein ausdrücklich individuelles Preismodell sowie ein konkreter Grund für oder gegen die Auswahl.
Die Shortlist deckt vier unterschiedliche Aufgaben ab: lokale Desktop-Suche, Suche direkt im Schnittprogramm, Logging und Review vor dem Schnitt sowie unternehmensweites Medienmanagement. Jockey kam als fünfter, programmierbarer Weg hinzu, weil ein Agent heute über einen Korpus hinweg suchen und handeln kann. Der Preview-Status senkt jedoch seine Platzierung für die Produktion. Produkte mit lediglich allgemeinen KI-Formulierungen, ohne ausreichend belastbare Live-Details für einen ehrlichen Abschnitt oder mit einem bereits besser abgedeckten Workflow wurden ausgeschlossen.
Preise wurden nur vereinheitlicht, wenn die Rechnung belastbar war. Der 40-Stunden-Vergleich zwischen Reelback und Cutsio verwendet die aktuellen Inklusivstunden und Mehrverbrauchspreise beider Anbieter. Er behauptet weder identische Suchqualität noch identischen Leistungsumfang. Die Clipto-Amortisation nutzt eine klar gekennzeichnete Annahme von $50 pro Stunde. Bei den Summen für Axle und Iconik stehen die fehlenden Implementierungs- und Verbrauchskosten ausdrücklich daneben.
Die Reihenfolge gewichtet abgeschlossene Produktionsarbeit höher als die Neuheit eines Modells. Nach der Relevanz der Suche zählen Datengrenze, Übergabe, planbare Preise, Zusammenarbeit und Produktionsreife. Deshalb liegt Premiere vor Systemen mit breiteren KI-Funktionen, deshalb führen MAM-Produkte nicht bei einem Problem mit lokalen Laufwerken, und deshalb landet eine leistungsfähige Research Preview auf dem letzten Platz.
Wenn die nächste Entscheidung nicht die Suche, sondern generative Videos betrifft, hilft der separate Vergleich der KI-Videogeneratoren. Für Teams, die Generierung in Software einbauen, behandelt der Kostenvergleich für Echtzeit-KI-Video-APIs ein anderes Budget und darf nicht mit der Archivsuche verwechselt werden.
Von diesen Lösungen ist abzuraten
Reclipt sollte gemieden werden, solange öffentliche Belege und Preise nicht übereinstimmen. Auf der Live-Startseite wird eine Aussage, die einen Rückgang von vier Stunden auf fünf Minuten behauptet, wörtlich dem Platzhalter „Lead Editor at MediaCo (PLACEHOLDER)“ zugeschrieben. Dieselbe Seite nennt Creator für £30 monatlich bei jährlicher Abrechnung, Pro für £55, Studio für £96 und Enterprise mit individuellem Preis. Die separate Preisseite listet dagegen Free zu $0, Pro zu $29 pro Monat und Enterprise mit individuellem Preis. Ein Platzhalter-Zitat allein belegt kein Produktversagen. Zusammen mit unvereinbaren Live-Preisstrukturen verhindert es jedoch eine verantwortbare Empfehlung ohne direkte schriftliche Klärung.
Adobe Premiere sollte nicht als archivweites MAM eingesetzt werden. Das ist eine Warnung vor der falschen Aufgabe, kein Urteil gegen die Editorsuche. Die proprietäre Adobe-Analyse ist hervorragend, solange die Arbeit in Premiere bleibt. Einer Organisation mit verschiedenen Anwendungen kann sie jedoch weder einen neutralen Index noch einen einheitlichen Rechtenachweis oder eine gemeinsame Lebenszyklusrichtlinie bieten.
TwelveLabs Jockey sollte während der Research Preview nicht der einzige Suchweg einer terminkritischen Produktion sein. Der Prototyp gehört in eine Umgebung mit entbehrlichen oder freigegebenen Daten und dokumentiertem Rückfallweg. Die einzige durchsuchbare Kopie eines aktiven Projekts darf nicht dorthin migriert werden. Zugang und Verhalten einer Preview können sich schneller ändern als ein Auslieferungstermin.
Kein Jahresabo sollte abgeschlossen werden, bevor die Übergabe funktioniert. Eine Suchdemo kann die Hero-Einstellung finden und trotzdem an Quellverknüpfung, Rollen, Exporten oder monatlichem Mehrverbrauch scheitern. Der bezahlte Reelback-Pilot, der beworbene Cutsio-Test, die sieben Tage bei Clipto, die sieben Tage bei Adobe, der Starter-Test von Iconik und eine Jockey-Sandbox klären jeweils ein anderes Risiko. Getestet wird mit dem repräsentativen Projekt, nicht mit einem sauberen Anbieterbeispiel.
Häufig gestellte Fragen
Welche Video Asset Management Software eignet sich am besten für Produktionsteams?
Iconik passt besser zu verteilten Teams, die angebundene Speicher, Proxys, Review, Berechtigungen und mehrere Kreativanwendungen benötigen. Axle AI ist die stärkere Shortlist-Wahl, wenn das Archiv auf vorhandenen On-Premise- oder Hybrid-Speichern zentriert bleiben muss. Entscheidend ist die betriebliche Topologie, nicht die Geschwindigkeit der eindrucksvolleren Suchdemo.
Welche Digital Asset Management Software für Video funktioniert mit vorhandenen Speichern?
Axle AI katalogisiert Ordner, NAS, SAN, Cloud-Buckets und Archivsysteme. Iconik verbindet On-Premise- und Cloud-Speicher unter einer gemeinsamen Medienbetriebsschicht. Vor der Auswahl müssen Proxy-Erstellung, Berechtigungen, Neuverknüpfung, Löschung und Wiederherstellung mit genau dem verwendeten Speicher getestet werden.
Kann eine umgekehrte KI-Videosuche einen Clip anhand eines Standbilds finden?
Eine umgekehrte KI-Videosuche beginnt normalerweise mit einem Bild oder Clip und versucht, identisches oder verwandtes Material zu finden. Die hier bewerteten Produkte konzentrieren sich vor allem auf semantische Suche in einer eigenen Bibliothek – über Wörter, Personen, Dialoge, Metadaten oder Agentenanweisungen. Ist der Abgleich mit einem Eingabebild zwingend, muss genau diese Interaktion im Pilot getestet werden. Eine visuelle Textsuche ist nicht automatisch gleichwertig.
Findet ein Videosuchtool auch B-Roll ohne Dialog?
Ja, sofern es einen visuellen Index erstellt. Clipto, Adobe Premiere, Cutsio, Axle AI, Iconik und TwelveLabs beschreiben visuelle oder szenenbasierte Suche, die nicht ausschließlich auf Transkripten beruht. Die Genauigkeit hängt weiterhin von kleinen Objekten, schnellen Bewegungen, Bildaufteilung und der Repräsentation der Anfrage im Modell ab.
Lädt eine KI-Videosuche vertrauliches Videomaterial hoch?
Das hängt von der Architektur ab. Premiere analysiert visuelle Inhalte auf dem Gerät; laut Adobe verlassen Material und Suchanfragen den Computer nicht. Clipto beschreibt die Desktop-Suche als Local-first. Reelback speichert Quellmaterial standardmäßig in AWS S3, kann bei Pro und Studio aber das Rohmaterial nach der Verarbeitung löschen und abgeleitete Daten behalten. Quelle, Proxy, Transkript, Gesichtsindex, Suchprotokoll und verbundener Agent sind jeweils als eigene Datenfrage zu behandeln.
Ist Clipto besser als Premiere Media Intelligence?
Clipto ist besser, wenn dieselbe lokale Bibliothek außerhalb eines einzelnen Premiere-Projekts oder über einen kompatiblen KI-Client durchsucht werden muss. Premiere ist besser, wenn der Suchende bereits dort schneidet und der kürzeste Weg vom Treffer zur Timeline zählt. Clipto eignet sich für die Bibliotheksschicht, Premiere für den Arbeitskreislauf des Editors. Anschließend ist zu prüfen, ob die doppelte Indexierung beider Systeme ihren Preis wert ist.
Vor jeder Ausgabe sollten Übergaben, Berechtigungen und versteckte Verbrauchspositionen geprüft werden. Die Checkliste für das Audit von KI-Geschäftsprozessen gibt es mit dem Newsletter.
2. Sept. 2026






