Die besten No-Code App Builder 2026: Bubble, FlutterFlow, Glide, Softr und Retool im Vergleich (geprüft im Juli 2026)

Welcher No-Code App Builder passt zu welchem Projekt? Der Vergleich zeigt Stärken, Grenzen und Einstiegspreise von Bubble, FlutterFlow, Glide, Softr und Retool.

Thursday, September 3, 2026Omid Saffari
Die besten No-Code App Builder 2026: Bubble, FlutterFlow, Glide, Softr und Retool im Vergleich (geprüft im Juli 2026)

Bubble ist der beste No-Code App Builder für komplexe Web-SaaS-Produkte, FlutterFlow für native Mobile-Produkte, Glide für interne Apps auf Tabellenbasis, Softr für Kundenportale und Retool für operative Tools. Der realistische Einstieg reicht vom Basic-Tarif von FlutterFlow für $39 pro Monat bis zu Bubbles Web & Mobile Starter für $59 pro Monat. Doch eine günstigere Plattform mit der falschen Architektur kostet am Ende mehr als beide.

Die besten No-Code App Builder im Überblick

Einen sinnvollen Gesamtsieger gibt es erst, wenn die Art der Anwendung feststeht. Eine öffentliche SaaS-Anwendung braucht flexible Daten- und Workflow-Logik. Eine Außendienst-App muss mobil verteilt werden können. Für ein Kundenportal zählen vernünftige Kosten pro externem Nutzer. Bei einem internen Tool ist ein sicherer Datenbankzugriff wichtiger als pixelgenaue Marketingseiten.

Alle folgenden Preise wurden am 30. Juli 2026 auf den live geschalteten Preisseiten der Anbieter geprüft. „Einstiegspreis“ bezeichnet den günstigsten Bezahltarif, mit dem sich der genannte Anwendungsfall realistisch veröffentlichen lässt – nicht einfach das billigste Angebot im Portfolio.

ToolAm besten geeignet fürEinstiegspreisKostenlos testen
BubbleKomplexe Web-SaaS-Produkte$59/Monat bei jährlicher AbrechnungKostenloser Entwicklungstarif
FlutterFlowNative iOS- und Android-Apps$39/MonatKostenloser Tarif
GlideInterne Apps auf Tabellenbasis$19/Monat bei jährlicher AbrechnungKostenloser Tarif nur zum Erstellen
SoftrKunden- und Mitgliederportale$49/Monat bei jährlicher AbrechnungKostenloser Tarif
RetoolTechnische interne Tools$10/Builder + $5/interner Nutzer/Monat bei jährlicher AbrechnungKostenloser Tarif

Die kürzeste Entscheidungsregel: Bubble passt, wenn die Produktlogik die größte Hürde ist. FlutterFlow gewinnt, wenn App-Store-Vertrieb und Quellcode wichtig sind. Glide eignet sich, wenn die Daten bereits wie eine Tabelle aufgebaut sind. Softr ist für ein übersichtliches Portal für externe Nutzer gedacht. Retool spielt seine Stärke aus, wenn technische Teams auf Produktivsystemen aufbauen.

Entscheidungsweg, der fünf App-Typen Bubble, FlutterFlow, Glide, Softr und Retool zuordnet
Ausgangspunkt ist die Art der Anwendung. Daraus ergeben sich die passende Architektur und das richtige Vertriebsmodell.

Sobald eine Anforderung unverhandelbar wird, kann die Wahl kippen. Bubble scheidet aus, wenn der Quellcode zwingend dem Unternehmen gehören muss. FlutterFlow ist ungeeignet, wenn nach dem Export niemand Flutter warten kann. Glide passt nicht, wenn eine Veröffentlichung im Apple App Store oder bei Google Play erforderlich ist. Softr stößt an Grenzen, sobald aus dem Portal ein tiefgreifend individualisiertes Softwareprodukt wird. Retool fällt heraus, wenn sich die Anwendung wie eine Endkunden-App anfühlen und verhalten soll.

So wurden die No-Code App Builder ausgewählt

„No Code“ ist als Prüfkriterium zu unscharf. Die Produkte decken unterschiedliche Ebenen der Softwarebereitstellung ab. Deshalb beginnt die Bewertung bei den Einschränkungen, die später nur teuer rückgängig zu machen sind:

  • Art der Anwendung: öffentliche SaaS, native Mobile-App, Tabellen-Workflow, Kundenportal oder interne Betriebskonsole.
  • Vertrieb: Browser, Progressive Web Application, Apple App Store, Google Play, privater interner Zugriff oder externes Portal.
  • Portabilität: ob die Anwendung den Anbieter verlassen kann, ob sich Code exportieren lässt und welchen Aufwand ein Neuaufbau verursachen würde.
  • Abrechnungseinheit: Workload, Builder-Lizenzen, App-Nutzer, Zeilenaktualisierungen oder externe Nutzer. Der niedrigste Listenpreis sagt selten voraus, wie hoch die Rechnung bei größerer Nutzung ausfällt.
  • Daten und Berechtigungen: wie der Builder eine Datenbank anbindet, Nutzerrollen trennt und verhindert, dass ein Kunde die Datensätze eines anderen sieht.
  • Betriebliche Obergrenze: was passiert, wenn individuelle Logik, Branches, Versionskontrolle, Audit-Logs oder ein belastbarer Release-Prozess nötig werden.

Die Produkte wurden preislich geprüft und analysiert, nicht als praktisch getestet dargestellt. Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine ausgereifte Vorlage sagt wenig darüber aus, wie sich ein Builder mit einem realen Datenmodell verhält. Ebenso verrät ein kostenloser Prototyp kaum etwas über die Kosten im Produktivbetrieb.

Fünf Produkte in der Rangliste reichen aus, weil jedes eine klar abgegrenzte Aufgabe besonders gut erfüllt. Ein weiterer Generalist ohne eindeutigen Anwendungsfall würde die Entscheidung nur schwieriger machen. Ein benachbarter Website-Builder folgt später, denn er ist die ehrliche Antwort für alle, die feststellen, dass sie gar keine Anwendung benötigen.

1. Bubble: beste Gesamtlösung für komplexe Web-SaaS

Bubble ist der leistungsfähigste universelle No-Code App Builder für browserbasierte SaaS-Produkte mit Konten, Berechtigungen, relationalen Daten, Zahlungen und mehrstufigen Workflows. Visuelle Oberfläche, Anwendungslogik, Datenbank, Hosting und Bereitstellung stecken in einem System. Dieser integrierte Stack spart viel Integrationsaufwand. Deshalb ist Bubble die Standardwahl für Gründer, die mehr als ein Portal benötigen, aber keinen exportierten Quellcode.

Preisseite von Bubble mit Tarifen für Web und Mobile
Bubble

Ein typischer Anwendungsfall ist ein zweiseitiger Marktplatz oder ein Abonnementprodukt mit mehreren Nutzerrollen. In Bubble lassen sich Kunden, Anbieter, Inserate, Bestellungen und Nachrichten modellieren und anschließend mit Datenschutzregeln und Workflows verknüpfen. Die visuelle Workflow-Engine ist deutlich flexibler als ein Wrapper, der aus einer Tabelle eine App macht – etwa wenn eine Schaltfläche mehrere Bedingungen prüfen, zusammenhängende Datensätze aktualisieren, eine API auslösen und eine Benachrichtigung versenden soll.

Die entscheidende Grenze ist die Portabilität. Laut Bubbles Dokumentation zum Eigentum an Anwendungen verbleibt der Laufzeitcode bei der Plattform, und Bubble-Anwendungen laufen ausschließlich auf Bubble. Daten lassen sich exportieren, der Quellcode der Anwendung kann jedoch nicht heruntergeladen und anderswo gehostet werden. Ein Wechsel bedeutet, Oberfläche und Logik in einem anderen Stack neu zu bauen. Das ist keine nebensächliche Vertragsklausel, sondern der zentrale Kompromiss.

Die Produktionskosten berechnet Bubble zudem über Workload Units. Dieses Modell ist fairer als ein pauschales Seitenaufruflimit, wenn Anwendungen sehr unterschiedlich komplex sind. Die Kostenprognose wird dadurch jedoch zu einer echten technischen Aufgabe. Eine ineffiziente Suche oder ein ungünstig gebauter Workflow kann mehr Workload verbrauchen als ein optisch identischer, besser eingeschränkter Vorgang. Bubble erlaubt es, Mehrverbrauch zu deaktivieren. Ohne zusätzliches Workload-Paket kostet Mehrverbrauch $0.30 je 1,000 Workload Units. Ist der Mehrverbrauch deaktiviert und das Limit erreicht, beantwortet die Anwendung keine Anfragen mehr.

Am besten geeignet für: Browserbasierte SaaS, Marktplätze, kontobasierte Produkte und Anwendungen mit individuellen Workflows
Besonderheit: Die umfassendste integrierte visuelle Logik und das tiefste Datenmodell in dieser Auswahl
Preise: Free kostet $0 und umfasst einen Editor, 50,000 Workload Units pro Monat und ausschließlich Entwicklung. Starter kostet bei jährlicher Abrechnung $59 pro Monat und umfasst 175,000 Workload Units, eine live geschaltete Website mit eigener Domain, fünf Mobile-Build-Einreichungen pro Monat und drei Live-App-Versionen. Growth kostet bei jährlicher Abrechnung $209 pro Monat und umfasst zwei Editoren, 250,000 Workload Units, 10 individuelle Branches, 10 Build-Einreichungen und fünf Live-Versionen. Team kostet bei jährlicher Abrechnung $549 pro Monat und umfasst fünf Editoren, 500,000 Workload Units, 25 individuelle Branches, 20 Build-Einreichungen und acht Live-Versionen. Enterprise wird individuell kalkuliert. Zusätzlicher Dateispeicher kostet $3 je 100 GB pro Monat.
Kostenlos testen: Eine zeitlich begrenzte Testphase ist nicht nötig; der Free-Tarif unterstützt die Entwicklung, aber keine live geschaltete Produktivanwendung

Die Stärken
Was es gut macht
8 points

  • Oberfläche, Datenbank, Logik, Hosting und Bereitstellung als Full-Stack-System
  • Flexible Workflows für SaaS-Produkte und Marktplätze mit mehreren Rollen
  • Datenschutzregeln können den Zugriff auf Ebene von Datentypen und Feldern einschränken
  • Mehrverbrauch lässt sich deaktivieren, statt eine nach oben offene Rechnung zu riskieren
  • Kein Quellcodeexport und keine Möglichkeit zum Self-Hosting
  • Workload-Verbrauch ist weniger intuitiv als ein Pauschalabonnement
  • Für den Produktivbetrieb ist selbst bei sehr wenigen Nutzern mindestens Starter nötig
  • Schlecht gebaute Suchen und Workflows können zum Kostenproblem werden

Bubble sicherer in Betrieb nehmen

Bubble ist die erste Wahl. Der schnellste Weg zu einer ansprechenden Oberfläche ist jedoch nicht automatisch der sicherste Weg in den Produktivbetrieb. Zunächst sollte ein enger, vollständiger Workflow entstehen, dessen Datenzugriffe gemessen werden, bevor das Produkt wächst.

  1. Datenmodell und Datenschutzgrenzen definieren

    Zuerst die zentralen Datentypen anlegen. Jeden sensiblen Typ unter Data > Privacy mit ausdrücklichen Regeln schützen und anschließend prüfen, welche Felder jede Nutzerrolle suchen und ansehen darf. Das sollte geschehen, bevor die Anwendung mit wiederverwendbaren Ansichten gefüllt wird.

  2. Einen vollständigen vertikalen Ausschnitt bauen

    Eine echte Nutzerreise vom Einstieg bis zum Ergebnis fertigstellen, zum Beispiel Kontoerstellung, Einreichen eines Inserats, Freigabe und Veröffentlichung. Ein vertikaler Ausschnitt macht Probleme im Datenmodell und bei Berechtigungen sichtbar, die isolierte Ansichten verbergen.

  3. Repräsentativen Workload messen

    Die Nutzerreise noch im kostenlosen Entwicklungstarif mit realistischen Datensatzmengen durchspielen. Den Workload für Suchen, Repeating Groups, API-Aufrufe und Hintergrund-Workflows prüfen. Der teuerste Vorgang sollte optimiert werden, bevor er im gesamten Produkt vervielfältigt wird.

  4. Kostengrenze festlegen

    Unter Settings > App Plan entscheiden, ob Mehrverbrauch deaktiviert oder ein Workload-Paket ergänzt werden soll. Ein harter Stopp ist schmerzhaft, bei einem unerwarteten Traffic-Anstieg aber sicherer als eine unbegrenzte Rechnung.

  5. Fehler beheben und veröffentlichen

    Alle Meldungen im Issue Checker beseitigen und anschließend per Versionskontrolle von Development nach Live bereitstellen. Jede Veröffentlichung sollte klein genug bleiben, damit sich ein Workload- oder Datenschutzproblem genau einer Änderung zuordnen lässt.

Bubble ist richtig, wenn die integrierte Logik mehr Zeit spart, als die Anbieterbindung kostet. Verlangt ein Käufer, Investor oder eine technische Richtlinie eine portable Codebasis, sollte Bubble ausscheiden. Wenn KI-gestützte Generierung wichtiger ist als die Tiefe visueller Workflows, behandelt der separate Ratgeber zu KI-App-Buildern 2026 diese schnellere, stärker codeorientierte Kategorie.

2. FlutterFlow: beste Wahl für native Mobile-Apps und eigenen Quellcode

FlutterFlow ist hier der beste No-Code App Builder für Produkte, die über den Apple App Store oder Google Play vertrieben werden müssen und später womöglich ein klassisches Entwicklerteam benötigen. Das Tool erzeugt ein reguläres Flutter-Projekt, und das exportierte Projekt läuft ohne FlutterFlow. Damit sieht der Ausstiegsplan grundlegend anders aus: Der visuelle Builder beschleunigt die erste Version, der Code bleibt aber nicht in einer proprietären Laufzeitumgebung gefangen.

Preisseite von FlutterFlow mit den Tarifen Free, Basic, Growth und Business
FlutterFlow

Der konkrete Einsatzbereich ist eine kundenorientierte Mobile-App mit Authentifizierung, API-Daten, Benachrichtigungen und Store-Vertrieb. FlutterFlow kann auch für Web und Desktop entwickeln, doch bei nativen mobilen Produkten sind seine Kompromisse am sinnvollsten. Basic enthält Code- und APK-Downloads sowie die App-Store-Bereitstellung mit einem Klick. Für $39 pro Monat erhält man somit einen echten Weg aus der Plattform und nicht nur ein höheres Nutzungskontingent.

Ein Codeexport macht die Übernahme noch nicht mühelos. Wenn ein Plugin ausfällt, eine Store-Richtlinie geändert wird oder eine individuelle native Integration den visuellen Builder übersteigt, muss weiterhin jemand Flutter und Dart beherrschen. Auch der GitHub-Workflow von FlutterFlow verlangt Disziplin: Generierter Code landet in einem flutterflow-Branch, und direkte Änderungen dort können überschrieben werden. Individuelle Entwicklung gehört in einen anderen Branch; generierte Änderungen sollten anschließend bewusst zusammengeführt werden.

Die zweite Hürde liegt in den Kosten der Zusammenarbeit. Einzelpersonen können bei Basic bleiben. GitHub ist ab Growth verfügbar: Die erste Lizenz kostet $80, die zweite weitere $55. Ein größeres Produktteam erreicht schnell Business, denn Branches, automatisierte Tests, Figma-Import und CLI-Zugriff sind dort angesiedelt. Der Codeexport ist wertvoll, doch die Teamarbeit treibt die Rechnung nach oben.

Am besten geeignet für: Native iOS- und Android-Produkte mit glaubwürdiger Übergabe an Entwickler
Besonderheit: Exportierbarer Standard-Flutter-Code plus direkte Store-Bereitstellung
Preise: Free kostet $0 und umfasst zwei Projekte, Zielplattformen für Mobile, Web und Desktop sowie 10 Lite-Credits. Basic kostet $39 pro Monat und umfasst unbegrenzt viele Projekte, Code- und APK-Download, eine eigene Domain, App-Store-Bereitstellung mit einem Klick und 100 Lite-Credits. Growth kostet $80 pro Monat für die erste Lizenz plus $55 für die zweite und umfasst zwei Nutzer, zwei Branches, GitHub, OpenAPI-Importe und 200 Lite-Credits pro Lizenz. Business kostet $150 pro Monat für die erste Lizenz plus $85 für die Lizenzen zwei bis fünf und umfasst bis zu fünf Nutzer, fünf Branches, drei automatisierte Tests, Figma-Import, CLI-Zugriff und 400 Lite-Credits pro Lizenz. Enterprise hat keinen öffentlichen Preis und erfordert ein Verkaufsgespräch. Dies sind die live ausgewiesenen Preise bei monatlicher Abrechnung.
Kostenlos testen: Der Free-Tarif unterstützt zwei Projekte; Code-Download und produktionsorientierte Bereitstellungsfunktionen beginnen mit Basic

Die Stärken
Was es gut macht
8 points

  • Der Export als standardmäßiges Flutter-Projekt schafft einen echten Ausstiegsweg
  • Native Veröffentlichung für iOS und Android gehört zum Kernablauf des Produkts
  • Basic enthält den Code-Download zu einem vergleichsweise niedrigen Monatspreis
  • Growth ergänzt GitHub und Branches für ein kleines Team
  • Exportierter Code erfordert weiterhin Flutter- und Dart-Kenntnisse für eine gute Wartung
  • Disziplin bei GitHub-Branches ist nötig, damit individuelle Änderungen nicht überschrieben werden
  • Zusammenarbeit und automatisierte Tests führen Teams in teurere Tarife
  • Für einen einfachen Geschäftsprozess ist das Tool technischer geprägt als Glide oder Softr

FlutterFlow gewinnt, wenn nativer Vertrieb plus exportierbarer Code gemeinsam den Ausschlag geben. Es scheidet aus, wenn ein vollständig verwaltetes No-Code-System gewünscht ist und niemand Flutter warten kann. Für einen promptbasierten Prototyp statt eines mobilen Produkts ist der Vergleich von Lovable und Bolt relevanter.

3. Glide: beste Wahl für interne und Außendienst-Apps auf Tabellenbasis

Glide ist die schnellste Lösung, wenn ein Geschäftsprozess bereits in Zeilen und Spalten organisiert ist und der Ersatz wie eine Anwendung wirken soll, ohne zum Softwareprojekt zu werden. Besonders stark ist Glide bei Bestandsprüfungen, Außendienstinspektionen, Verzeichnissen, schlanken CRMs und operativen Trackern. Datenmodell und Oberfläche bleiben so zugänglich, dass Prozessverantwortliche aus dem Betrieb sie verstehen können.

Preisseite von Glide mit Tarifen für Apps auf Tabellenbasis
Glide

Ein konkreter Anwendungsfall ist ein Außendienstteam, das auf dem Smartphone einen Standort aufrufen, ein Formular ausfüllen, ein Foto anhängen und einen Status aktualisieren muss. Glide kann diesen Ablauf als Progressive Web Application veröffentlichen, per Link freigeben und über den Browser installieren. Das ist erheblich übersichtlicher, als Mitarbeitende direkt in der zugrunde liegenden Tabelle arbeiten zu lassen.

Genau dieses Vertriebsmodell ist zugleich die harte Grenze. Laut Glide sind seine Anwendungen Progressive Web Applications; eine direkte Veröffentlichung im App Store oder bei Google Play wird nicht unterstützt. Ein Wrapper-Dienst ändert nichts an dieser Supportgrenze. Ist die Präsenz in einem Store Produktanforderung, sollte die Wahl vor Entwicklungsbeginn auf FlutterFlow fallen.

Die Abrechnung von Glide kombiniert Nutzer und Aktualisierungen. Explorer ist für eine Anwendung mit persönlichen Nutzern günstig. Business enthält 30 Nutzer mit geschäftlicher E-Mail-Adresse und 5,000 Aktualisierungen; zusätzliche Nutzer und Aktualisierungen werden berechnet. Ein Workflow mit häufiger Synchronisierung kann deshalb ein völlig anderes Kostenprofil haben als ein überwiegend lesend genutztes Verzeichnis – selbst bei gleicher Nutzerzahl.

Beim Free-Tarif ist eine genaue Formulierung wichtig: Er erlaubt das Erstellen, aber nicht das Veröffentlichen einer Anwendung. Damit ist er eine brauchbare Design-Sandbox, jedoch kein kostenloser Produktivtarif.

Am besten geeignet für: Interne Tools auf Tabellenbasis, Außendienstabläufe, Bestände und einfache operative Apps
Besonderheit: Der kürzeste Weg von strukturierten Geschäftsdaten zu einer nutzbaren, smartphonefreundlichen Oberfläche
Preise: Free kostet $0 und dient nur zum Erstellen. Explorer kostet bei jährlicher Abrechnung $19 pro Monat oder monatlich $25, mit einer veröffentlichten App, 100 persönlichen Nutzern, 250 Aktualisierungen und zusätzlichen Aktualisierungen für jeweils $0.02. Maker kostet bei jährlicher Abrechnung $49 pro Monat oder monatlich $60, mit drei veröffentlichten Apps, unbegrenzt vielen persönlichen Nutzern, 500 Aktualisierungen, einer eigenen Domain und individuellem Branding. Business kostet bei jährlicher Abrechnung $199 pro Monat oder monatlich $249, mit unbegrenzt vielen Apps, 30 Nutzern mit geschäftlicher E-Mail-Adresse, 5,000 Aktualisierungen, 100,000 High-Scale-Zeilen, 10 Editoren, zusätzlichen Nutzern mit geschäftlicher E-Mail-Adresse für jeweils $5 bei jährlicher beziehungsweise $6 bei monatlicher Abrechnung sowie zusätzlichen Aktualisierungen für jeweils $0.02. Enterprise wird individuell kalkuliert.
Kostenlos testen: Free unterstützt Erstellung und Evaluierung, für die Veröffentlichung ist jedoch ein Bezahltarif nötig

Die Stärken
Was es gut macht
8 points

  • Extrem schnell für Abläufe, die bereits zu einem tabellarischen Datenmodell passen
  • Die Browserinstallation vermittelt Außendienstmitarbeitenden ein App-ähnliches Erlebnis ohne Store-Prüfung
  • Maker unterstützt unbegrenzt viele persönliche Nutzer für Community- und Endkundenszenarien
  • Die Preisdokumentation weist Kosten für Aktualisierungen und zusätzliche Nutzer klar aus
  • Keine unterstützte direkte Veröffentlichung im Apple App Store oder bei Google Play
  • Mit Free ist keine Veröffentlichung möglich
  • Die Business-Kosten steigen mit der Zahl der Nutzer mit geschäftlicher E-Mail-Adresse
  • Komplexe relationale Logik gerät irgendwann mit dem tabellenförmigen Modell in Konflikt

Glide passt, wenn Geschwindigkeit, Klarheit und eine PWA Vorteile darstellen. Für ein mobiles Endkundenprodukt, einen zwingend offlinefähigen Ablauf oder Anwendungslogik, die nicht mehr einer strukturierten Geschäftstabelle ähnelt, sollte Glide ausscheiden.

4. Softr: beste Wahl für Kundenportale und Mitgliederbereiche

Softr ist der beste No-Code App Builder für Kundenportale, die auf einer vorhandenen Geschäftsdatenquelle aufsetzen. Das Tool verwandelt Datensätze aus Softr Database, Airtable, Google Sheets und anderen verbundenen Systemen in Seiten mit Anmeldung, Listen, Formulare und rollenabhängige Ansichten. Für Onboarding-Bereiche, Partnerportale, Mitgliederverzeichnisse und Kunden-Dashboards passt das Ergebnis besser als ein universeller SaaS-Builder.

Preisseite von Softr mit Portaltarifen und Nutzergrenzen
Softr

Ein typischer Anwendungsfall ist eine Agentur, bei der jeder Kunde ausschließlich die eigenen Projekte, Dateien, Rechnungen und Anfrageformulare sehen darf. Mit individuellen Nutzergruppen und bidirektionalen Datenverbindungen wird das Portal zum kontrollierten Einblick in die operativen Daten statt zu einem zweiten, getrennten System. Professional ist in der Praxis der zentrale Tarif, weil er 100 App-Nutzer, drei individuelle Nutzergruppen und die Progressive-Web-Application-Funktion umfasst.

Der Kompromiss liegt in der funktionalen Tiefe. Softr ist hervorragend, wenn die Anwendung überwiegend aus authentifizierten Inhalten und strukturierten Interaktionen besteht. Braucht dagegen jeder Kunde eine stark angepasste Workflow-Engine, ein ungewöhnliches Zustandsmodell der Oberfläche oder tiefgreifendes Produktverhalten, ist das Tool schlecht geeignet. Dann rechtfertigt Bubble seine höhere Komplexität.

Die PWA von Softr lässt sich ab Professional über einen Browser installieren, benötigt laut Dokumentation jedoch eine Internetverbindung. Für ein natives, konsequent offline ausgelegtes Außendienstprodukt ist Softr nicht geeignet. Diese Einschränkung sollte die Toolwahl stärker bestimmen als optische Vorlieben.

Am besten geeignet für: Kundenportale, Partnerportale, Mitgliederbereiche und authentifizierte Geschäftsverzeichnisse
Besonderheit: Attraktive Kosten für externe Nutzer auf Basis vorhandener Datenquellen
Preise: Free kostet $0 und umfasst 10 App-Nutzer, 5,000 Datensätze in Softr Database, 500 Workflow-Aktionen, unbegrenzt viele Anwendungen und Mitwirkende sowie fünf KI-Credits. Basic kostet bei jährlicher Abrechnung $49 pro Monat und umfasst 20 App-Nutzer, 50,000 Datensätze, 2,500 Workflow-Aktionen und 10 KI-Credits. Professional kostet bei jährlicher Abrechnung $139 pro Monat und umfasst 100 App-Nutzer, zusätzliche Nutzer in Blöcken von 10 für $10, 500,000 Datensätze, 10,000 Workflow-Aktionen, drei individuelle Nutzergruppen und 50 KI-Credits. Business kostet bei jährlicher Abrechnung $269 pro Monat und umfasst 500 App-Nutzer, 1,000,000 Datensätze, 25,000 Workflow-Aktionen, unbegrenzt viele individuelle Nutzergruppen und 100 KI-Credits. Enterprise wird individuell kalkuliert.
Kostenlos testen: Mit Free lässt sich eine kleine Anwendung für 10 Nutzer betreiben

Die Stärken
Was es gut macht
8 points

  • Klarer Einsatzbereich für Portale mit Anmeldung und rollenabhängigen Inhalten
  • Verbindet vorhandene Geschäftsdaten, statt eine sofortige Migration zu erzwingen
  • Professional umfasst 100 Nutzer zu einem festen Grundpreis
  • PWA-Installation ist ab Professional verfügbar
  • Tiefgreifend individuelle Anwendungslogik stößt an die Grenzen des Produkts
  • Die PWA benötigt eine Internetverbindung
  • Die Grenze von 20 Nutzern macht Basic für die meisten kundenorientierten Angebote zu knapp
  • Sobald Nutzergruppen wichtig sind, ist Professional häufig der tatsächliche Einstiegstarif

Der Preis für ein Portal mit 50 Nutzern ist noch keine Rangliste

Ein Portal mit 50 Nutzern zeigt, wie unterschiedlich die Preismodelle reagieren. Bei den live ausgewiesenen Jahrespreisen kosten zwei Retool-Business-Builder mit den ersten 50 enthaltenen externen Nutzern $1,200 pro Jahr. Softr Professional kostet $1,668, Glide Business mit 50 Nutzern mit geschäftlicher E-Mail-Adresse $3,588.

Jährliche Kosten im Vergleich: Retool, Softr und Glide für ein Portalszenario mit 50 Nutzern
Der Jahrespreis für 50 Nutzer unterscheidet sich um $2,388. Ob der günstigere Tarif wirklich nutzbar ist, entscheidet dennoch der Anwendungsfall.

Diese Zahlen sind keine austauschbaren Angebote. Retool eignet sich am besten, wenn technische Builder operative Daten zugänglich machen. Softr wurde gezielt für ein hochwertiges Portal entwickelt. Glide ist besonders stark, wenn das Portal in Wirklichkeit eine tabellenbasierte operative App ist. Der entscheidende Schluss lautet: Nutzerkosten können ein Produkt ausschließen, aber sie belegen nicht, dass ein anderes fachlich passt.

Softr Professional ist in diesem Szenario mit 50 Nutzern pro Jahr $1,920 günstiger als Glide Business. Können beide den Workflow abbilden, bietet Softr die besseren Portalkosten. Handelt es sich statt eines Portals um ein Datentool für den Außendienst, wird Softr durch diese Ersparnis nicht zur besseren Architektur.

5. Retool: beste Wahl für technische interne Tools

Retool ist der beste No-Code App Builder für Entwicklungs- und Betriebsteams, die sichere Oberflächen für Datenbanken, APIs und Produktivsysteme benötigen. Es ist weniger ein Builder für Endkunden-Apps als ein kontrollierter Weg zu Admin-Panels, Supportkonsolen, Freigabetools und operativen Workflows. Gerade dieser engere Fokus macht Retool zum Sieger seiner Kategorie.

Preisseite von Retool mit Preisen für Builder sowie interne und externe Nutzer
Retool

Ein typischer Anwendungsfall ist eine Supportkonsole, die einen Kunden in mehreren Systemen sucht, den Kontostatus anzeigt und geschulten Mitarbeitenden erlaubt, eine Gutschrift zu erteilen oder einen Workflow auszulösen. Mit Komponenten und Konnektoren können technische Builder sich auf die Entscheidungsoberfläche konzentrieren, statt Tabellen, Formulare, Authentifizierung und die technische Verknüpfung von Grund auf neu zu entwickeln.

Bei der Preisgestaltung trennt Retool Builder von internen Nutzern. Im Team-Tarif kosten zwei Builder und 10 interne Nutzer bei jährlicher Abrechnung $70 pro Monat. Mit Business steigt dasselbe Szenario auf $250 pro Monat; dafür kommen Audit-Logs, granulare Berechtigungen, Portals, eingebettete Anwendungen und individuelles Branding hinzu. Der höhere Tarif bietet also nicht nur „mehr Nutzung“, sondern verändert, welche Aufgaben das Produkt für externe Nutzer und Organisationen mit Governance-Anforderungen sicher übernehmen kann.

Portals ist im Business-Tarif enthalten. Die ersten 50 externen Nutzer sind inbegriffen. Nutzer 51 bis 250 kosten jeweils $8 pro Monat, Nutzer 251 bis 500 jeweils $6 und Nutzer oberhalb von 500 jeweils $4. So kann ein eng abgegrenztes externes Betriebsportal überraschend wirtschaftlich sein. Zu einer Alternative für kundenorientierte SaaS mit individueller Interaktionsgestaltung wird Retool dadurch nicht.

Self-Hosting ist eine Enterprise-Funktion. Organisationen mit einer verbindlichen Self-Hosting-Vorgabe sollten das dafür nötige Verkaufsgespräch als Teil der Architekturentscheidung behandeln und nicht als Beschaffungsdetail, das erst kurz vor dem Start geklärt wird.

Am besten geeignet für: Admin-Panels, Supportkonsolen, Freigabesysteme, Datenoperationen und technische interne Anwendungen
Besonderheit: Schnelle Oberflächen für echte Datenbanken und APIs, ergänzt um Governance in höheren Tarifen
Preise: Free kostet $0 für bis zu fünf Nutzer, unbegrenzt viele Web- und Mobile-Anwendungen, 500 Workflow-Ausführungen pro Monat, 5 GB Datenbankspeicher und 5 GB Dateispeicher. Team kostet bei jährlicher Abrechnung $10 pro Builder und $5 pro internem Nutzer und umfasst 5,000 Workflow-Ausführungen. Business kostet bei jährlicher Abrechnung $50 pro Builder und $15 pro internem Nutzer und umfasst Audit-Logs, granulare Berechtigungen, Portals, eingebettete Apps und individuelles Branding. Im Business-Tarif sind die ersten 50 externen Nutzer enthalten; Nutzer 51 bis 250 kosten jeweils $8 pro Monat, Nutzer 251 bis 500 jeweils $6 und Nutzer oberhalb von 500 jeweils $4. Enterprise wird flexibel und individuell kalkuliert und ergänzt unter anderem SSO, Versionskontrolle, Monitoring, White-Labeling und Self-Hosting.
Kostenlos testen: Free unterstützt bis zu fünf Nutzer; der Bedarf an kostenpflichtiger Governance und Portalfunktionen bestimmt den Wechsel

Die Stärken
Was es gut macht
8 points

  • Sehr gut für operative Oberflächen auf Basis von Datenbanken und APIs geeignet
  • Getrennte Preise für Builder und Nutzer entsprechen der tatsächlichen Pflege interner Tools
  • Business ergänzt Audit-Logs, granulare Berechtigungen, Portals und Einbettung
  • Die ersten 50 externen Nutzer sind bei Business Portals enthalten
  • Gestaltungsfreiheit für öffentliche Endkundenprodukte ist nicht die Kernstärke
  • Business bedeutet für interne Nutzer einen großen Preissprung
  • Self-Hosting setzt Enterprise voraus
  • Nichttechnische Verantwortliche können das Daten- und Abfragemodell als anspruchsvoll empfinden

Retool gewinnt, wenn die Builder die zugrunde liegenden Systeme verstehen und die Nutzer kontrollierte operative Aufgaben erledigen. Ist das öffentliche Nutzungserlebnis selbst das Produkt, sollte Retool ausscheiden.

Welcher No-Code App Builder passt zu welchem Projekt?

Ausgangspunkt sollte die Anforderung sein, die sich später am teuersten ändern lässt. Erst danach lohnt sich ein Preisvergleich zwischen den Produkten, die diese Hürde genommen haben.

Bubble, wenn die Logik das Produkt ist

Bubble passt zu Webanwendungen mit mehreren Nutzerrollen, relationalen Daten und Workflows, die in einer Tabelle umständlich wären. Die Wahl kippt zu FlutterFlow, wenn Quellcodeexport oder eine Veröffentlichung in App-Stores zwingend sind, und zu Softr, wenn die „Anwendung“ im Wesentlichen ein Portal auf vorhandenen Daten ist.

FlutterFlow, wenn Vertrieb und Eigentum am Code zählen

FlutterFlow passt zu nativen Mobile-Produkten, sofern das Budget eine verantwortliche Person für den exportierten Flutter-Code einschließt. Die Wahl kippt zu Glide, wenn die Browserinstallation genügt und der Workflow einfach ist, oder zu Bubble, wenn die Anwendung zuerst fürs Web gedacht ist und komplexe Logik wichtiger ist als Codeexport.

Glide, wenn die Tabelle ein Vorteil ist

Glide passt, wenn die Mitarbeitenden die Zeilen, Spalten und Formulare hinter dem Prozess bereits verstehen. Die Wahl kippt zu FlutterFlow, wenn eine Store-Präsenz wichtig ist, zu Softr, wenn externe Portalnutzer die Kosten bestimmen, und zu Retool, wenn direkte Datenbank- oder API-Arbeit technische Kontrolle verlangt.

Softr, wenn der Zugriff das Produkt ist

Softr passt, wenn unterschiedliche Kunden, Partner oder Mitglieder übersichtliche Ansichten gemeinsamer Geschäftsdaten benötigen. Die Wahl kippt zu Bubble, wenn individuelles Verhalten zum Produkt wird, und zu Retool, wenn technische Mitarbeitende statt Kunden die Hauptnutzer sind.

Retool, wenn die Oberfläche auf Produktivsystemen sitzt

Retool passt zu geschulten internen Nutzern, kontrollierten Aktionen und Oberflächen für APIs oder Datenbanken. Die Wahl kippt zu Softr für ein hochwertiges nichttechnisches Portal und zu Bubble für öffentliche SaaS-Produkte, bei denen Interaktionsdesign und Produktlogik gemeinsam wachsen müssen.

Vor der Festlegung einen vertikalen Ausschnitt testen

In den beiden verbleibenden Optionen sollte derselbe enge Workflow gebaut werden. Dazu gehören ein sensibler Datensatz, eine Berechtigungsgrenze, eine Integration, ein Fehlerfall und ein repräsentativer Datenbestand. Anschließend lässt sich der Bezahltarif für die erste realistische Nutzerschwelle schätzen. Eine Landingpage und ein reibungsloses Standardformular greifen zu kurz, um die tatsächlichen Architekturgrenzen sichtbar zu machen.

Welche No-Code-Plattformen je nach Szenario ausscheiden

Keines der Produkte auf dieser Shortlist ist grundsätzlich schlecht. Falsche Kombinationen führen jedoch vorhersehbar zu einem Neuaufbau.

  • Bubble vermeiden, wenn Eigentum am Quellcode, Self-Hosting oder eine Übergabe an ein klassisches Entwicklungsteam ausdrücklich verlangt werden. Datenexport beseitigt die Bindung an die Laufzeitumgebung nicht.
  • FlutterFlow vermeiden, wenn nach dem Export niemand Flutter und Dart warten kann. Quellcode ohne verantwortliche Person ist eine trügerische Sicherheit.
  • Glide vermeiden, wenn eine direkte Veröffentlichung im Apple App Store oder bei Google Play zwingend ist. Das unterstützte Produkt von Glide ist eine PWA.
  • Softr vermeiden, wenn die Anwendung hochindividuelle Zustände, ungewöhnliche Echtzeitinteraktionen oder komplexe Produktlogik braucht. Ein Portal-Builder sollte nicht zu einer maßgeschneiderten SaaS-Anwendung gedehnt werden.
  • Retool vermeiden, wenn ein hochwertiges öffentliches Nutzungserlebnis das zentrale Unterscheidungsmerkmal ist. Retool ist für operative Oberflächen gebaut, nicht für marketinggetriebenes Produktdesign.

SitesGPT: wenn die „App“ eigentlich eine Website ist

SitesGPT ist die passende Alternative, wenn tatsächlich eine responsive Marketingwebsite mit Seiten und Leadformular benötigt wird – und kein authentifizierter Datenworkflow. In der Rangliste der No-Code App Builder erscheint SitesGPT nicht, weil es eine andere Aufgabe löst. Diese Grenze ist hilfreich: Viele frühe „App“-Briefings beschreiben in Wahrheit eine Website, ein Formular und einen anschließenden Prozess.

Preisseite von SitesGPT mit den Website-Tarifen Free und Business
SitesGPT

Der Free-Tarif kostet $0 und umfasst eine Startseite, individuelle Bilder, ein Leadformular und eine Subdomain mit Anbieterbranding. Business kostet $96 pro Jahr und ergänzt unbegrenzt viele Seiten, individuelle Bilder, ein Leadformular, eine kostenlose eigene Domain sowie TLS/SSL. Damit lässt sich schnell eine Webpräsenz aufbauen. Für Nutzerkonten, relationale Anwendungsdaten oder mehrstufige Produktlogik ist SitesGPT nicht gedacht.

Am besten geeignet für: Kleine responsive Websites und Leadgenerierung
Besonderheit: Ein einfacher Business-Tarif für $96 pro Jahr mit eigener Domain und TLS/SSL
Preise: Free kostet $0. Business kostet $96 pro Jahr.
Kostenlos testen: Für den Free-Tarif ist keine Karte erforderlich

Die Stärken
Was es gut macht
6 points

  • Ehrliche, kostengünstige Lösung für einen reinen Website-Auftrag
  • Business enthält unbegrenzt viele Seiten und eine eigene Domain
  • Free umfasst ein Leadformular und eine Subdomain mit Anbieterbranding
  • Kein Builder für authentifizierte Anwendungen
  • Ungeeignet für relationale Workflows oder Produktlogik
  • Sollte nicht anhand einzelner Funktionen mit Bubble oder FlutterFlow verglichen werden

AppSheet: die Alternative speziell für Google Workspace

AppSheet ist Googles No-Code-Anwendungsplattform und die naheliegende zusätzliche Option für Organisationen, die bereits auf Google Workspace ausgerichtet sind. Ihr Wert liegt in der Einbindung ins Ökosystem – besonders wenn Daten und Identitäten schon in Googles Umgebung angesiedelt sind.

Preisseite von Google AppSheet für No-Code-Geschäftsanwendungen
Google AppSheet

AppSheet gehört nicht zu den fünf Tools der Rangliste, weil diese Entscheidung nach klaren Produktaufgaben und nicht nach der Beschaffung im Ökosystem eines Anbieters strukturiert ist. Ist die Integration mit Google Workspace eine feste organisatorische Vorgabe, sollte AppSheet in den Pilotvergleich aufgenommen werden. Prototypen unterstützt AppSheet kostenlos mit bis zu 10 Testnutzern.

Am besten geeignet für: Interne und Außendienstanwendungen in Organisationen mit Schwerpunkt auf Google Workspace
Besonderheit: Direkte Einbindung in Googles Daten-, Identitäts- und Administrationsumgebung
Preise: Starter kostet $5 pro Nutzer und Monat. Core kostet $10 pro Nutzer und Monat und ist in den meisten kostenpflichtigen Google-Workspace-Tarifen enthalten. Enterprise Plus kostet $20 pro Nutzer und Monat. Publisher Pro kostet $50 pro Anwendung und Monat für eine öffentliche App mit unbegrenzt vielen Nutzern, jedoch ohne Anmeldung oder Sicherheitsfilter.
Kostenlos testen: Ein oder mehrere App-Prototypen lassen sich kostenlos mit bis zu 10 Testnutzern betreiben

Die Stärken
Was es gut macht
6 points

  • Naheliegende Wahl für Organisationen, die bereits auf Google Workspace standardisiert sind
  • Starter und Core rechnen übersichtlich pro Nutzer ab
  • Der Prototypentarif unterstützt bis zu 10 Testnutzer
  • Bei breiter Nutzung kann die Abrechnung pro Nutzer teuer werden
  • Publisher Pro bietet weder Anmeldung noch Sicherheitsfilter
  • Eine gute Ökosystemanbindung macht AppSheet nicht automatisch zum besten Builder für ein öffentliches Produkt

Häufig gestellte Fragen

Welche No-Code-Plattform ist die beste?

Bubble ist die beste breit einsetzbare Wahl für komplexe browserbasierte SaaS-Produkte. Für native Mobile-Apps und Codeexport ist FlutterFlow besser, für interne Apps auf Tabellenbasis Glide, für Kundenportale Softr und für technische Betriebstools Retool.

Welchen No-Code App Builder sollte man zuerst prüfen?

Ausgangspunkt sind Bubble und der Spezialist für die jeweilige Anwendungsart. Bubble sollte für Mobile-Produkte mit FlutterFlow, für Tabellen-Workflows mit Glide, für Portale mit Softr oder für datenbankgestützte interne Tools mit Retool verglichen werden.

Gibt es einen kostenlosen No-Code App Builder?

Ja. Alle fünf Produkte der Rangliste bieten kostenlose Tarife, allerdings mit unterschiedlichen Grenzen. Bubble Free dient nur der Entwicklung, mit Glide Free lässt sich nichts veröffentlichen. Die übrigen kostenlosen Tarife eignen sich eher für Prototypen oder kleine Einsätze als zum Nachweis späterer Produktivkosten.

Bietet Google einen No-Code App Builder an?

Ja. AppSheet ist Googles No-Code-Anwendungsplattform und integriert sich in Google Workspace. Das Tool gehört auf die Shortlist, wenn Daten, Identitäten und Betriebsabläufe der Organisation bereits auf Google ausgerichtet sind.

Lässt sich eine No-Code-App im Apple App Store und bei Google Play veröffentlichen?

FlutterFlow unterstützt die direkte Store-Bereitstellung, sobald die nötigen Store-Konten eingerichtet und alle Voraussetzungen erfüllt sind. Glide unterstützt keine direkte Store-Veröffentlichung, weil Glide-Anwendungen PWAs sind. Bubble umfasst in seinen kostenpflichtigen Tarifen für Web und Mobile Mobile-Build-Einreichungen, die Laufzeitumgebung bleibt jedoch proprietär.

Welcher No-Code-Builder kann Quellcode exportieren?

FlutterFlow exportiert ein reguläres Flutter-Projekt. Bubble exportiert den Laufzeitcode seiner Anwendungen nicht. Ein Codeexport ist nur dann wertvoll, wenn anschließend jemand das exportierte Framework warten kann.

Welche No-Code App Builder eignen sich für ein Kundenportal?

Softr ist die erste Wahl für ein hochwertiges Portal auf vorhandenen Geschäftsdaten. Retool Business überzeugt, wenn technische Builder operative Daten für externe Nutzer zugänglich machen müssen.

Welcher ist der beste kostenlose No-Code App Builder für Mobile-Apps?

FlutterFlow Free ist für ein natives Mobile-Konzept der relevanteste Ausgangspunkt, weil der Tarif mobile Projekte unterstützt. Code-Download und App-Store-Bereitstellung mit einem Klick beginnen jedoch erst mit dem Basic-Tarif für $39 pro Monat. Ein kostenloser Prototyp ist nicht dasselbe wie eine kostenlose Produktivveröffentlichung.

Fazit und Empfehlung

Bubble ist der beste No-Code App Builder für die breiteste Gruppe komplexer Webprodukte, aber keine sichere Standardwahl für jede Anwendung. FlutterFlow ist bei nativen Mobile-Produkten und eigenem Code die bessere Entscheidung. Glide bringt Tabellen-Workflows am schnellsten in eine App. Softr ist die übersichtlichste Portallösung. Retool ist am stärksten bei technischen Betriebstools.

Die belastbare Kaufregel ist einfach: zuerst Architektur, dann Vertrieb, danach Portabilität und erst zuletzt der Preis. Nur die Tools, die diese Anforderungen erfüllen, sollten preislich verglichen werden. Vor Abschluss eines Jahresvertrags sollte ein vertikaler Ausschnitt mit echten Berechtigungen und repräsentativen Daten entstehen.

Kann das Briefing weder die Art der App noch die Datenquelle, die Nutzerrollen und den erforderlichen Vertriebsweg benennen, ist es noch nicht bereit für eine Builder-Entscheidung.

Zuletzt aktualisiert

3. Sept. 2026

KategorieBuild

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