Custom GPTs werden eingestellt: Was Teams bis wann umziehen müssen

Custom GPTs werden eingestellt: Alle Fristen nach Tarif, der Wechsel zu Plugins oder Projects und eine Checkliste, mit der Teams ihre Arbeitsabläufe sichern.

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Custom GPTs werden eingestellt: Was Teams bis wann umziehen müssen

Custom GPTs sind Varianten von OpenAIs ChatGPT, die für eine bestimmte Aufgabe eingerichtet wurden. Sie sollen am 11. Dezember 2026 eingestellt werden; für bestimmte Arbeitsbereiche gilt ein späterer Termin. Unternehmen, die auf sie angewiesen sind, sollten jetzt Anweisungen und Quelldateien sichern. Welcher Ersatz passt, entscheidet sich an der Aufgabe: ein Plugin für eine wiederverwendbare Methode, ein Project für fortlaufend genutzten gemeinsamen Kontext oder eine neu aufgebaute Integration für benutzerdefinierte Aktionen. Abgeschlossen ist der Umstieg erst, wenn die Menschen, die damit arbeiten, den Ersatz tatsächlich nutzen können.

Am 30. Oktober 2026 anhand der aktuellen OpenAI-Dokumentation geprüft. OpenAIs FAQ zur Einstellung nennen inzwischen einen allgemeinen Abschalttermin und konkrete Ausnahmen. Falls OpenAI für ein Konto oder einen Arbeitsbereich einen abweichenden Zeitplan mitteilt, ist diese Mitteilung maßgeblich.

Wann werden Custom GPTs eingestellt? Die Fristen nach Tarif

OpenAI stellt das Format der Custom GPTs in allen ChatGPT-Tarifen ein. Dabei sind folgende Punkte auseinanderzuhalten: einen GPT erstellen, einen vorhandenen GPT bearbeiten, Zugang zur Migration erhalten und der Termin, ab dem der GPT nicht mehr verfügbar ist. Das sind jeweils eigene Schritte.

Konto oder ArbeitsbereichStand bei Erstellung und BearbeitungZeitplan für die Einstellung
Persönliche Konten mit Free, Go, Plus und ProNeue GPTs lassen sich nicht mehr erstellen oder veröffentlichen. Ob vorhandene GPTs bearbeitet werden können, hängt vom Abonnement und den Berechtigungen ab. Der aktuelle Leitfaden nennt keinen Stichtag für das Ende der Erstellung.Regulär der 11. Dezember 2026; abweichende Kontomitteilungen beachten.
BusinessErstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung hängen von Verfügbarkeit, Arbeitsbereichseinstellungen und Berechtigungen ab. Die geprüften Hinweise nennen keinen gesonderten Stichtag für das Ende der Erstellung.Regulär der 11. Dezember 2026; abweichende Mitteilungen für den Arbeitsbereich beachten.
EduErstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung hängen von Verfügbarkeit, Arbeitsbereichseinstellungen und Berechtigungen ab. Die geprüften Hinweise nennen keinen gesonderten Stichtag für das Ende der Erstellung.Regulär der 11. Dezember 2026; abweichende Mitteilungen für den Arbeitsbereich beachten.
Betroffene Enterprise-Arbeitsbereiche mit regulärem ZeitplanSeit dem 26. Oktober 2026 lassen sich keine neuen GPTs mehr erstellen. Vorhandene, noch nicht migrierte GPTs können bei entsprechender Berechtigung weiterhin bearbeitet werden.11. Dezember 2026.
Betroffene Enterprise-Arbeitsbereiche mit genehmigtem Aufschub, die die Voraussetzungen erfüllenEin Aufschub der Einstellung verlängert für sich genommen nicht die Berechtigung, neue GPTs zu erstellen.11. Februar 2027. Die Genehmigung für den eigenen Arbeitsbereich bestätigen lassen.
FedRAMP-ArbeitsbereicheVom Erstellungsstopp am 26. Oktober ausgenommen.11. Februar 2027.

Quellen: OpenAIs Hinweise zu Erstellung und Bearbeitung und Zeitplan für die Einstellung. Der allgemeine Abschalttermin steht fest. Ein eigener Termin, ab dem die Migration verfügbar ist, wurde dagegen nicht für jeden Tarif angekündigt. Wo ein solcher Termin fehlt, lässt sich der geplante Enterprise-Rollout nicht einfach übertragen.

Keine neuen Custom GPTs heißt nicht: Vorhandene sind schon abgeschaltet

Wenn die Schaltfläche zum Erstellen fehlt, bedeutet das nicht, dass ein vorhandener GPT bereits nicht mehr funktioniert. OpenAI erlaubt die weitere Nutzung bis zum jeweils geltenden Abschalttermin, sofern die Zugriffsregeln dies zulassen. Nach der Migration ist das Original allerdings schreibgeschützt. Notwendige Änderungen sollten deshalb vorher abgeschlossen sein. OpenAIs aktuelle Bearbeitungsregeln.

Der Enterprise-Zeitplan umfasst eine Mitteilung an Administratoren am 11. September 2026, den 22. September als Zieltermin für die Migrationsfunktion und den 1. Oktober als geplanten Bannertermin für Arbeitsbereiche, die sich bereits für eine spätere Banneranzeige entschieden hatten. Das waren Rollout-Ziele, keine Zusagen, dass an diesen Tagen jedes Konto migrieren konnte. OpenAIs Enterprise-Zeitplan.

Entscheidend ist, wo der jeweilige GPT erstellt wurde. Für einen öffentlichen GPT aus einem betroffenen Enterprise-Arbeitsbereich gilt dessen Übergangsregelung, selbst wenn jemand aus dem Team ihn über ein persönliches Konto öffnet. Wer nur das Abonnement der nutzenden Person erfasst, übersieht diese Abhängigkeit.

Custom GPTs im Unternehmen: Der Arbeitsablauf entscheidet über den Ersatz

Zuerst gilt es, die nützliche Methode zu sichern. Danach lässt sich entscheiden, wo sie künftig hingehört. Nicht der gesamte Bestand muss zum selben Ersatz wechseln, nur weil heute jeder Eintrag einen GPT-Link hat.

Meine Empfehlungen für typische Arbeitsabläufe im Unternehmen:

  • Ein Angebotsprüfer für unterschiedliche, voneinander unabhängige Verkaufschancen: Hier passt ein Plugin. Sein Nutzen liegt in einer wiederverwendbaren Prüfmethode und freigegebenem Referenzmaterial.
  • Ein Assistent für einen Kunden mit wechselnden Briefings, Besprechungsnotizen und Entwürfen: Hier passt ein Project. Sein Nutzen liegt im wachsenden Kontext dieses Kunden.
  • Ein GPT für betriebliche Abläufe, der Datensätze in einem anderen System ändert: Zuerst die benutzerdefinierte Aktion erfassen. Eine verfügbare App kommt nur infrage, wenn sie den benötigten Vorgang ausführen kann. Andernfalls muss die Integration neu aufgebaut werden.
  • Ein Unternehmensassistent, der Teil des eigenen Produkts werden soll: Hier lohnt die Prüfung einer API-Implementierung. Laut OpenAI sind GPTs für die Nutzung innerhalb von ChatGPT vorgesehen; für eingebettete Produktfunktionen verweist das Unternehmen auf die API.

Die zugrunde liegenden Funktionen beschreibt OpenAI im Plugin-Leitfaden, im Leitfaden zu Projects und im GPT-Leitfaden.

Ein Plugin lässt sich als mitnehmbares Handbuch verstehen, ein Project als Arbeitsraum. Das Handbuch erklärt, wie ein Angebot geprüft wird. Im Arbeitsraum liegen die sich laufend ändernden Unterlagen zu einem bestimmten Kunden. Eine Verbindung, die tatsächlich ein Geschäftssystem aktualisiert, ist ein weiterer Baustein, der gesondert berücksichtigt werden muss.

Ein Wegweiser in einer Bibliothek aus Knetmasse ordnet wiederverwendbare Methoden einem Plugin, fortlaufenden Kontext einem Project und benutzerdefinierte Aktionen dem Neuaufbau einer Integration zu.
Entscheidend ist, was den Arbeitsablauf nützlich macht. Diese Wege sind Empfehlungen, keine automatischen Umwandlungen.

Teamleitungen sollten zuerst die GPTs angehen, deren Ausfall ein Arbeitsergebnis oder einen betrieblichen Ablauf gefährden würde. Für Entwickler stehen Integrationen und Verhaltenstests im Vordergrund. Verantwortliche für Arbeitsbereiche sollten sich zuerst um die Bestandsaufnahme und den Zugriff auf den Ersatz kümmern. Wer lediglich den GPT einer anderen Person nutzt, braucht deren Hinweise zum Ersatz und keine Kopie der Migrationsanleitung.

Wiederverwendbare Methoden in ein ChatGPT-Plugin übertragen

ChatGPT-Plugins können wiederverwendbare Anweisungen, Referenzmaterial und angebundene Apps bündeln. Ein Skill ist dabei die Komponente mit den Anweisungen. Ein Plugin kann Skills enthalten, ohne eine externe App-Verbindung zu benötigen. OpenAIs Produktseite zu ChatGPT-Plugins stellt das Produkt vor; die Einrichtungsanleitung erläutert die Bedienelemente.

OpenAIs Produktseite zu ChatGPT-Plugins mit angebundenen Tools und Beispielen für Arbeitsabläufe.
ChatGPT-Plugins

Beim Angebotsprüfer sollten die Prüfkriterien und freigegebenen Beispiele erhalten bleiben. Kundenspezifische Unterlagen gehören nur dann in die allgemeine Methode, wenn sie für jede Prüfung relevant sind. So bekommt der Ersatz eine klare Aufgabe, statt einen Assistenten nachzubauen, bei dem sich mit der Zeit sachfremde Aufgaben angesammelt haben.

Den OpenAI-Migrationsweg nutzen, sobald er verfügbar ist

Die Migration erfolgt über das Konto oder den Arbeitsbereich, dem der GPT gehört. Die folgenden Schritte entsprechen OpenAIs Migrations-FAQ und Editor-Anleitung:

  1. Die zu übernehmende Version fertigstellen

    Unter Explore GPTs zunächst My GPTs öffnen, den GPT auswählen und, sofern verfügbar, Edit GPT aufrufen. Notwendige Änderungen mit Update übernehmen. Die Migration verwendet die zuletzt veröffentlichte Version; unveröffentlichte Änderungen werden nicht mitgenommen. Veröffentlichen setzt keine öffentliche Freigabe voraus.

  2. Die verfügbare Migration ausführen

    Unter My GPTs die Option Migrate to plugin auswählen und die Migrationsdetails prüfen. Fehlt die Option, zuerst den zugehörigen Arbeitsbereich und dessen Mitteilung kontrollieren. Anschließend den Plugin-Zugriff durch die Administration prüfen lassen. Ein geplanter Rollout-Termin garantiert nicht, dass die Funktion bereits angezeigt wird.

  3. Die übertragenen Inhalte kontrollieren

    Aus Anweisungen wird ein Skill, aus Wissensdateien werden Referenzdateien, und angebundene Apps werden als Apps hinzugefügt. Das ausgewählte Modell wird nicht übernommen; es gelten die Enterprise-Standardeinstellungen. Für benutzerdefinierte Aktionen muss gesondert Ersatz geschaffen werden.

  4. Methode und Integration testen

    Vertraute Prompts und einen schwierigen Fall zum Vergleich durchspielen. Dabei prüfen, ob die richtigen Anweisungen und Quellen verwendet werden, das Ergebnis das benötigte Format hat und angebundene Vorgänge funktionieren. Eine plausibel formulierte Antwort belegt noch nicht, dass ein Datensatz korrekt aktualisiert wurde.

  5. Freigeben, installieren und aus Nutzersicht prüfen

    Ein einzeln migriertes Plugin ist zunächst privat. Falls verfügbar, über Share Plugin den bisherigen Empfängerkreis vorbefüllen lassen, ihn prüfen und Save wählen. Eine Person aus dem vorgesehenen Nutzerkreis sollte den Ersatz anschließend installieren und ausprobieren. Vorhandener GPT-Zugriff wird nicht automatisch zu Plugin-Zugriff.

Für größere Enterprise-Bestände dokumentiert OpenAI inzwischen die Massenmigration über das ChatGPT Admin plugin. Um den vollständigen Bestand eines Arbeitsbereichs abzurufen, ist die Rolle Owner erforderlich. Die Verarbeitung läuft asynchron; deshalb müssen die Ergebnisse geprüft werden, bevor die Migration als abgeschlossen gilt. Dieses Verfahren ist von der Einzelmigration durch berechtigte Ersteller oder Administratoren zu unterscheiden. OpenAIs Hinweise zur Massenmigration.

Für einen neuen, wiederverwendbaren Arbeitsablauf empfiehlt OpenAI, Plugin Creator zu installieren, ein Gespräch mit @plugin-creator zu beginnen und die gewünschte Funktion zu beschreiben. Wo dieser dokumentierte Erstellungsweg verfügbar ist, sollte er genutzt und das Ergebnis anschließend getestet werden. Plugin Creator einrichten.

Vier Treppenabsätze in einer Bibliothek aus Knetmasse zeigen Migration, Test, Freigabe und Installation als aufeinanderfolgende Teile der Übergabe.
Nach dem Übertragen der Konfiguration folgen die Prüfung und die Übergabe an diejenigen, die damit arbeiten sollen.

Projects oder Custom GPTs: Wohin mit dem laufenden Kontext?

ChatGPT Projects eignen sich für Arbeit, bei der laufend neue Unterlagen und Informationen hinzukommen. Bei einem Kunden bleiben so das freigegebene Briefing, aktuelle Dateien und fortlaufende Gespräche zusammen. Für regelmäßig wiederkehrende Berichte hilft der Leitfaden zu ChatGPT Projects.

Um diesen Arbeitsablauf neu einzurichten, in der Seitenleiste New project auswählen, einen Namen vergeben und die relevanten Quelldateien hochladen. Die Arbeitsanweisungen werden über Project settings im Menü für weitere Optionen ergänzt. Sie gelten innerhalb dieses Project und haben Vorrang vor globalen benutzerdefinierten Anweisungen. Das sind OpenAIs dokumentierte Einrichtungsschritte für Projects, kein Tool zur Migration von GPTs in Projects.

Bei einem GPT für Kundenberichte sollten die Anweisungen auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten werden: Welche Unterlagen sind maßgeblich, was muss der Bericht enthalten und welche Entscheidungen müssen geprüft werden? Die nützlichen Regeln bleiben erhalten. Es gehört aber nicht automatisch jede Zeile aus dem alten Assistenten in den neuen Arbeitsraum.

Gespräche mit GPTs lassen sich nicht in ein Project verschieben. OpenAI unterscheidet sie von geeigneten Chats, die die Option Move to project anbieten. Stattdessen einen neuen Chat im Project beginnen und das relevante Quellenmaterial hinzufügen. Vorhandene GPT-Gespräche bleiben nach der Einstellung zugänglich, werden dadurch aber nicht zu einem importierten Gesprächsverlauf im Project. Einschränkungen für Project-Chats, Hinweise zum Erhalt von Gesprächen.

Haben Custom GPTs ein Gedächtnis?

Custom GPTs greifen weder auf gespeicherte Erinnerungen noch auf frühere Gespräche zurück. Jedes Gespräch beginnt von vorn. Projects können dagegen ihre Chats und Dateien als Kontext für die weitere Arbeit nutzen. Deshalb ist eine fortlaufend ergänzte Kundenakte oft in einem Project besser aufgehoben. Gedächtnisverhalten von GPTs, Kontext in Projects.

Sind Custom GPTs privat?

Wer einen GPT nutzen kann, hängt von seinen Freigabeeinstellungen ab. Die Person, die ihn erstellt hat, kann die einzelnen Gespräche der Nutzer nicht einsehen. Ein geteiltes Project funktioniert anders: Mitglieder können dessen Chats und Dateien sehen und die Dateien herunterladen. Bevor bisheriges Arbeitsmaterial dort abgelegt wird, sollte deshalb der Empfängerkreis geprüft werden. Datenschutz bei GPTs, Sichtbarkeit in geteilten Projects.

Ein wiederverwendbarer Assistent für Personalrichtlinien und das Gespräch einer Führungskraft über einen Einzelfall sollten beispielsweise nicht automatisch im selben gemeinsamen Arbeitsraum landen. Zuerst klären, wer Zugriff erhalten soll, dann das Material kopieren.

Benutzerdefinierte Aktionen: Über die Integration gesondert entscheiden

Bei einem GPT, der ein Geschäftssystem aktualisiert, reicht es nicht, den Prompt zu sichern. Benutzerdefinierte Aktionen werden bei der Migration nicht übertragen. OpenAI empfiehlt, nach einer geeigneten App zu suchen. Als Ersatz kann ein eigener MCP-Server nötig sein: eine Verbindung, die dem Assistenten Tools bereitstellt. Welche Integrationsmöglichkeiten verfügbar sind, hängt vom Konto und Arbeitsbereich ab. OpenAIs Hinweise zur Migration von Aktionen.

Bei einem Assistenten für die Auftragsverwaltung muss festgehalten werden, welchen Vorgang er ausführt. Einen Auftrag lesen, seine Adresse ändern oder eine Stornierung einreichen sind unterschiedliche Anforderungen. Anschließend ist für jeden benötigten Vorgang zu prüfen, ob der Ersatz ihn beherrscht. Dass eine App einen Auftrag abrufen kann, beweist nicht, dass sie ihn auch ändern kann.

Für diesen GPT sollte frühzeitig eine technisch verantwortliche Person benannt werden. Sie muss den Datensatz im Zielsystem, die erlaubten Vorgänge und das Verhalten bei Fehlern prüfen. Bis der Ersatz diese Prüfungen bestanden hat, sollte der Prozess weiterhin auch manuell ausführbar sein.

Ein Assistent auf der eigenen Website oder im eigenen Dienst ist eine eigenständige Entwicklungsentscheidung. OpenAIs GPT-Dokumentation verweist für diesen Anwendungsfall auf die API. Den Beteiligten sollte daher nicht zugesagt werden, dass mit der ChatGPT-Migration zugleich ein eingebettetes Produkt entsteht.

Dateilimits können die Wahl des Ersatzes bestimmen

Vor der Entscheidung für ein Project lohnt der Blick auf die vorhandenen Quelldateien. Ein GPT kann bis zu 20 Wissensdateien enthalten. Wie viele Dateien ein Project zulässt, hängt dagegen vom Tarif ab. Dateilimit für GPTs.

Tarif für ProjectsDateien pro Project
Free5
Go oder Plus25
Pro, Business, Enterprise oder Edu40

Außerdem begrenzt OpenAI den Upload auf 10 Dateien gleichzeitig. Das sind Limits für Projects, keine Beschränkungen der Plugin-Migration. OpenAIs Dateilimits für Projects.

Ein hypothetischer GPT, der alle 20 Dateiplätze nutzt, würde das Limit eines Free-Project um 15 Dateien überschreiten. Das ergibt sich rechnerisch aus den dokumentierten Limits und ist kein Ergebnis einer Migration. Zuerst prüfen, welche Dateien noch benötigt werden. Passt der benötigte Quellenbestand nicht hinein, sollte ein geeignetes Ziel gewählt werden, statt stillschweigend Unterlagen wegzulassen.

Überzogene Erwartungen: Migration garantiert keine Kontinuität

Die Ankündigung steht fest. Dass sich jeder Ersatz identisch verhalten wird, lässt sich aus OpenAIs Hinweisen jedoch nicht ableiten.

Ein Medienbericht ist kein aktueller Zeitplan. PCWorld berichtete am 18. September 2026 über die Einstellung, beschrieb den damaligen Enterprise-Zeitplan und schlug Projects vor. OpenAIs aktuelle Seiten nennen inzwischen den allgemeinen Abschalttermin, konkrete Ausnahmen und aktualisierte Regeln für die Erstellung. Für die Planung sollten diese aktuellen offiziellen Vorgaben gelten.

Übernommene Anweisungen garantieren kein unverändertes Verhalten. Die Modellauswahl, verfügbare Tools und die Art, wie ein Skill aufgerufen wird, können das Ergebnis beeinflussen. Maßstab für den Ersatz ist die zu erledigende Arbeit, nicht eine vertraut klingende Formulierung. OpenAIs Hinweise zum Testen nach der Migration.

Tarifübergreifende Verfügbarkeit heißt nicht, dass jedes Plugin für alle verfügbar ist. Installation und Nutzung hängen von Tarif, Arbeitsbereich, Rolle, Region und enthaltenen Funktionen ab. Der konkrete Ersatz sollte deshalb mit einer Person aus dem vorgesehenen Nutzerkreis geprüft werden. Aus der Aussage zur Verfügbarkeit folgt weder, dass Plugins grundsätzlich kostenlos sind, noch, dass sie grundsätzlich kostenpflichtig sind. OpenAIs Regeln zur Plugin-Verfügbarkeit.

Was diese Woche ansteht

Das Ziel ist eine Ersatzliste, die sich tatsächlich abarbeiten lässt. Vorrang haben die Sicherung der Arbeitsabläufe und klare Zuständigkeiten, bevor die Nutzer umsteigen.

  • Den GPT-Bestand erfassen. Für jeden GPT die verantwortliche Person, den ursprünglichen Arbeitsbereich, Zweck, Nutzerkreis, die mitgeteilte Frist sowie Apps und benutzerdefinierte Aktionen festhalten. Dazu gehören auch öffentliche GPTs, auf die Beschäftigte angewiesen sind, die dem Unternehmen aber nicht gehören.
  • Anweisungen und Dateien in einem eigenen Arbeitsarchiv sichern. Bei bearbeitbaren GPTs den Anweisungstext und die Gesprächseinstiege kopieren. Die ursprünglichen Wissensdateien aus ihren gepflegten Quellablagen zusammentragen. So entsteht eine manuelle Sicherung der Konfiguration und der gepflegten Originaldateien. Die Konfiguration im dokumentierten GPT-Editor prüfen und fehlende Quelldateien mit der zuständigen Person klären.
  • Für jeden GPT den Ersatz festlegen. Als Ziel Plugin, Project, neu aufzubauende Integration oder API-Implementierung vermerken. Bei einem ungenutzten Arbeitsablauf kann der Ersatz entfallen. Jeder aktive Eintrag braucht eine verantwortliche Person und eine repräsentative Aufgabe zur Überprüfung.
  • Den Zugriff aus Nutzersicht prüfen. Bevor der Wechsel angekündigt wird, muss jemand außerhalb des Erstellerkreises auf den Ersatz zugreifen und die repräsentative Aufgabe erledigen. Dabei OpenAIs Hinweise zu Migration und Freigabe beachten.

Ein vorhandener GPT kann während der Vorbereitung seines Ersatzes weiter genutzt werden, sofern der geltende Zeitplan und die Berechtigungen dies erlauben. Mit dem Wechsel zu einer ungetesteten Integration sollte gewartet werden, mit ihrer Bestandsaufnahme nicht. Wer keine GPT-Abhängigkeiten hat, hat auch keinen GPT-Arbeitsablauf zu migrieren.

Häufige Fragen

Was sind Custom GPTs?

Custom GPTs sind Varianten von OpenAIs ChatGPT, die für einen bestimmten Zweck eingerichtet werden. Sie verbinden Anweisungen, Referenzwissen und ausgewählte Funktionen. Ein Unternehmen kann damit beispielsweise seine Regeln zur Angebotsprüfung anwenden. OpenAIs GPT-Leitfaden.

Kann man Custom GPTs noch nutzen?

Vorhandene GPTs bleiben bis zu ihrem jeweiligen Abschalttermin nutzbar, sofern die Zugriffsregeln dies zulassen. Für die Neuerstellung und die weitere Nutzung gelten unterschiedliche Regeln. Maßgeblich sind die Tariftabelle oben und die Mitteilung für den jeweiligen Arbeitsbereich. OpenAIs Angaben zum aktuellen Stand.

Lassen sich Custom GPTs kostenlos nutzen?

Laut OpenAI können angemeldete Nutzer aller ChatGPT-Tarife die GPTs verwenden, auf die sie Zugriff haben. Das schließt Nutzer des Free-Tarifs ein. Persönliche Konten können keine neuen GPTs erstellen oder veröffentlichen. Die Verfügbarkeit von Plugins ist davon getrennt zu betrachten. Verfügbarkeit von GPTs.

Stellt OpenAI Custom GPTs ein?

Ja. OpenAIs aktuelle FAQ nennen den 11. Dezember 2026 als regulären Abschalttermin. Für FedRAMP und genehmigte Aufschübe, die die Voraussetzungen erfüllen, gilt der 11. Februar 2027. Falls OpenAI für das eigene Konto oder den Arbeitsbereich einen anderen Zeitplan mitteilt, ist dieser maßgeblich. Offizielle FAQ zur Einstellung.

Sind Custom GPTs schon abgeschaltet?

Nein, zum Prüfstand vom 30. Oktober 2026 noch nicht. Mit der Einstellung werden die GPTs und ihre Seiten unzugänglich; vorhandene Gespräche bleiben dagegen zugänglich. Eine fehlende Schaltfläche zum Erstellen ist eine eigenständige Einschränkung. OpenAIs Hinweise zur Einstellung.

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