Google Pomelli: Die erste KI-Marketingkampagne erstellen

Google Pomelli für kleine Unternehmen: Vom Markenprofil zur ersten Kampagne. Mit Anleitung zur Prüfung der Inhalte und Übergabe an die Beitragsplanung.

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Google Pomelli: Die erste KI-Marketingkampagne erstellen

Google Pomelli erstellt aus einer Unternehmenswebsite ein Markenprofil und Kampagnenentwürfe, die sich bearbeiten und herunterladen lassen. Google beschreibt den Ablauf in 3 Phasen: Business DNA aufbauen, eine Kampagnenidee auswählen und die Inhalte erstellen. Für kleine Unternehmen liegt der Nutzen vor allem darin, einen Ausgangspunkt für die kreative Arbeit zu bekommen. Welches Angebot beworben wird, ob das Ergebnis überzeugt und wie es die Kundschaft erreicht, muss weiterhin jemand entscheiden und verantworten.

Am 18. Oktober 2026 mit der aktuellen Pomelli-Seite und den offiziellen Ankündigungen von Google abgeglichen. Das folgende Bäckereibeispiel veranschaulicht den dokumentierten Ablauf; es handelt sich nicht um einen Praxistest des Produkts.

Wie nutzt Google Pomelli die Unternehmenswebsite?

Google Pomelli ist ein Marketingexperiment von Google Labs und Google DeepMind. Als Grundlage für seine Ergebnisse nutzt es den bestehenden Markenauftritt eines Unternehmens. Die Business DNA dient dabei als wiederverwendbares Markenbriefing: Sie erfasst Tonalität, Schriftarten, Bildsprache und Farben aus der Website und vorhandenen Bildern. Das ist vergleichbar mit einer Sammlung von Markenmaterial, die eine Kreativassistenz erhält, bevor sie eine Werbeaktion entwirft. Googles Erläuterung zum Markenprofil

Offizielle Pomelli-Startseite bei Google Labs
Pomelli bei Google Labs

Bei einer Bäckerei im Viertel könnten diese Vorlagen einen herzlichen Ton, Verpackungen in gedeckten Farben und den Schwerpunkt auf handwerklich gebackenem Brot vermitteln. Entscheidend ist, ob diese Signale weiterhin zum gewünschten Auftritt passen. Stehen auf der Website vor allem Hochzeitstorten im Mittelpunkt, während künftig mehr Menschen unter der Woche zum Mittagessen kommen sollen, braucht die Kampagne ein klares Briefing zu diesem Mittagsangebot.

Eine wiedererkennbare Marke ist eine nützliche Grundlage. Sie belegt noch nicht, dass sich ein Angebot verkauft. Die Website zeigt dem Tool, wie sich das Unternehmen präsentiert. Welches Kundenproblem die Kampagne aufgreifen soll, bleibt eine unternehmerische Entscheidung.

Eine Website ist inzwischen auch nicht mehr der einzige Einstieg. Mit dem Update vom Mai 2026 stellte Google den Pomelli Agent vor: einen dialogbasierten Assistenten, der aus hochgeladenen Produktunterlagen, Fotos oder einem Gespräch eine Markenidentität entwickeln kann. Unternehmen, die ganz am Anfang stehen, erhalten damit einen weiteren Zugang zu demselben markenorientierten Ablauf. Googles Ankündigung des Agenten

Atelier aus Papier: Website-Informationen werden zu einem Business-DNA-Profil mit Tonalität, Schriften, Farben und Bildern und anschließend zu einem Kampagnenentwurf
Das Markenprofil prüfen, bevor es als Grundlage für eine Kampagne dient. Dies ist eine redaktionelle Illustration, nicht die Benutzeroberfläche von Pomelli.

Welche Marketinginhalte erstellt Pomelli?

Pomelli erstellt Marketingmaterial für Social-Media-Beiträge, Websites und Werbung. In der Ankündigung vom April 2026 nennt Google ausdrücklich Bild- und Videoinhalte, die sich bearbeiten und herunterladen lassen. Wer das Marketing allein betreut, bekommt damit die kreativen Bausteine einer Kampagne: Material für die Kundenansprache, aber keine Garantie für Reichweite oder Verkäufe. Googles Überblick über die Inhalte

Die neuere Produktversion geht zudem über Kampagnenmotive hinaus. Google hat Markenhandbücher mit Bildsprache, Schriftarten und Farben sowie die Erstellung von Websites angekündigt. Das sind eigenständige Ergebnisse. Wer für die eigene Bäckerei ein saisonales Brot bewerben möchte, kann sich auf diese Kampagne konzentrieren, ohne aus der ersten Sitzung gleich ein komplettes Websiteprojekt zu machen. Googles erweiterte Funktionen

KI-Produktfotos mit Google Pomelli Photoshoot

Google Pomelli Photoshoot nimmt ein Produktfoto als Ausgangspunkt und bezieht die Bildsprache des Unternehmens ein. Der von Google beschriebene Ablauf: ein Bild bereitstellen, eine Studio- oder Lifestyle-Vorlage oder einen Vorschlag auswählen, das Ergebnis generieren und anschließend verfeinern. Es lässt sich herunterladen oder zur späteren Verwendung in Business DNA speichern. Googles Ankündigung von Photoshoot

Bei einer produktbezogenen Werbeaktion für die Bäckerei muss das Bild weiterhin das Brot zeigen, das die Kundschaft tatsächlich bekommt. Deshalb gehört das fertige Motiv neben das Originalfoto: Kruste, Füllung, Verpackung und Portionsgröße sollten dem echten Produkt entsprechen. Ein schöneres Bild ist wenig gewonnen, wenn es bei der Abholung falsche Erwartungen weckt.

Die erste Kampagne erstellen: Schritt für Schritt

Am Anfang steht ein Angebot, das sich in einem Satz erklären lässt. Der folgende Ablauf entspricht Googles Dokumentation; das Bäckereibriefing zeigt beispielhaft, welche Entscheidungen das Unternehmen selbst treffen muss. Die Schritte stammen aus Googles Kampagnenankündigung. Der Beispiel-Prompt und die Prüfkriterien sind redaktionelle Vorschläge. Googles Schritte zur Kampagne

  1. Markenprofil aufbauen und prüfen

    Die Unternehmenswebsite eingeben, damit Pomelli die Business DNA erstellen kann. Anschließend prüfen, ob die daraus abgeleitete Markenausrichtung dem Unternehmen entspricht, das die Kundschaft wiedererkennen soll.

    Für die Bäckerei bedeutet das: Logodarstellung, Farben und Sprache mit der aktuellen Verpackung und der Website abgleichen. Vor dem nächsten Schritt sollten die Ausgangsmaterialien bereitliegen: das Produktfoto, die Bestellseite und der genaue Wortlaut des Angebots. Die Gestaltung kann kein Angebot ausgleichen, das noch nicht feststeht.

  2. Den Schwerpunkt der Kampagne festlegen

    Eine vorgeschlagene Kampagnenidee auswählen oder einen eigenen Prompt eingeben. Google beschreibt außerdem, wie sich eine Produkt-URL oder hochgeladene Bilder ergänzen lassen, um der Kampagne konkretere Produktinformationen mitzugeben. Möglichkeiten zur Ergänzung von Produktinformationen

    Ein mögliches Briefing: „Erstelle eine Kampagne für unser saisonales Sauerteigbrot. Sie richtet sich an Menschen aus der Umgebung, die ihre Mahlzeiten fürs Wochenende planen. Nutze die Produktseite und das bereitgestellte Foto. Formuliere herzlich und unkompliziert. Fordere die Kundschaft zur Vorbestellung mit Abholung auf. Erfinde keine Rabatte, Öffnungszeiten oder Angaben zur Verfügbarkeit.“

    Diese Beschreibung wird durch die Fakten zum eigenen Unternehmen ersetzt. Wenn Zielgruppe, Produkt und gewünschte Handlung feststehen, lassen sich die späteren Entwürfe an konkreten Vorgaben messen.

  3. Inhalte auswählen, bearbeiten und herunterladen

    Die generierten Vorschläge durchsehen, die brauchbaren auswählen und ihre Texte oder Bilder vor dem Download direkt in Pomelli bearbeiten. Google beschreibt diese Möglichkeiten in der ursprünglichen Kampagnenankündigung, ohne ein bestimmtes Exportformat vorzugeben.

    Jede für die Kundschaft sichtbare Zeile lesen. Produktname, Angebot, Abholhinweise und Zielseite prüfen. Danach das Bild gesondert betrachten: Zeigt es das tatsächlich verkaufte Produkt? Bleibt die Botschaft in der Größe lesbar, in der sie später zu sehen sein wird?

    Nur die Inhalte behalten, die dasselbe Angebot unterstützen. Die freigegebenen Downloads zusammen mit dem endgültigen Beitragstext und dem Ziellink ablegen. So erhält die für die Veröffentlichung zuständige Person ein vollständiges Paket.

Nach Pomelli: Beiträge veröffentlichen und einplanen

Die Veröffentlichung als eigenen Schritt einplanen. Weder die öffentliche Pomelli-Seite noch Googles Kampagnenankündigung dokumentieren eine Zeitplanung für Social-Media-Beiträge. Der beschriebene Kampagnenablauf umfasst das Bearbeiten und Herunterladen. Diese Grenze ergibt sich aus der geprüften Dokumentation; sie ist keine Aussage über sämtliche Funktionen hinter der Anmeldung. Auch ein heruntergeladenes Motiv braucht noch einen Veröffentlichungsort, einen Beitragstext und einen Termin. Googles dokumentierter Übergabepunkt

Later, ein Tool zur Social-Media-Planung, passt zum nächsten Arbeitsschritt, wenn freigegebene Beiträge in einen Kalender eingeordnet werden sollen. Im dokumentierten Desktop-Ablauf wird ein Social-Media-Profil ausgewählt, Medienmaterial in den Kalender übernommen, Bild oder Video samt Beitragstext bearbeitet und der Beitrag anschließend eingeplant oder als Entwurf gespeichert. Laters Anleitung zur Beitragsplanung

Laters Seite zur Instagram-Planung am Desktop mit dem Kalenderablauf
Later: der Veröffentlichungskalender nach der Freigabe der Inhalte

Die Übergabe erfolgt manuell: Den freigegebenen Pomelli-Inhalt herunterladen, in Later hochladen, das vorgesehene Konto auswählen, den Beitragstext ergänzen und den geplanten Zeitpunkt prüfen. Dafür muss keine Integration zwischen Pomelli und Later vorausgesetzt werden. Für die Bäckerei liegt der praktische Nutzen in der klaren Trennung der Aufgaben: Die Werbeaktion zu erstellen und ihre Veröffentlichung einzuplanen sind eigenständige Prüfschritte.

Ein bestehender Veröffentlichungsprozess kann bleiben, wenn er funktioniert. Wird ein eigener Planungskalender benötigt, hilft der Ratgeber zu den Preisen von Later bei der Kaufentscheidung. Der Vergleich von Social-Media-Planungstools für kleine Unternehmen stellt Alternativen vor.

Entscheidungsweg aus Papier vom Entwurf zur Prüfung: zurück zur Überarbeitung oder weiter zum Download und zu einem separaten Veröffentlichungskalender
Ein Entwurf kann weitere Überarbeitungsrunden durchlaufen. Ein freigegebener Download geht in den Veröffentlichungsprozess über.

Wie lässt sich Pomelli aufrufen?

Der Einstieg erfolgt über die offizielle Pomelli-Seite bei Google Labs und den Link Let's get started. Von dort geht es zur Google-Anmeldung. In seiner April-Ankündigung beschreibt Google den Zugang über Desktop oder Mobilgerät und eine englischsprachige Benutzeroberfläche. Googles Beschreibung des Zugangs

Seit dem Start wurde die Verfügbarkeit ausgeweitet, unter anderem durch die Einführung in Europa im April 2026. Über den offiziellen Einstieg lässt sich prüfen, ob der Zugang für das eigene Konto und den jeweiligen Standort möglich ist. Eine alte Liste der Startländer ist dafür kein verlässlicher Maßstab. Googles Einführung in Europa

Wann sind Canva AI oder ein Designer die bessere Wahl?

Canva AI, die KI-Werkzeuge im Designeditor von Canva, ist die passendere Richtung, wenn die eigentliche Hürde in der detaillierten Layoutarbeit liegt. Canva dokumentiert bearbeitbare Designs und Magic Layers, das flache Bilddateien in einzelne bearbeitbare Elemente zerlegt. Wer das Marketing allein betreut und Texte verschieben, eine Komposition ausbalancieren oder ein wiederverwendbares Design pflegen muss, profitiert unter Umständen stärker von dieser Kontrolle als von einer weiteren Kampagnenidee. Dabei sollte niemand voraussetzen, dass aus einem importierten Pomelli-Bild automatisch eine perfekt bearbeitbare Arbeitsdatei wird.

Canvas offizielle Seite zu den KI-Designwerkzeugen
Canva AI: eine weitere Möglichkeit, wenn die gezielte Überarbeitung des Designs im Vordergrund steht

Ein Designer ist gefragt, wenn noch offen ist, wie die Marke aussehen soll, oder wenn eine Markteinführung eine eigenständige Bildsprache und präzise Produktionsvorgaben braucht. Eine Bäckerei, die neue Verpackungen in Auftrag gibt, benötigt jemanden, der diese Entscheidungen verantwortet. Für wiederkehrende Werbeaktionen mit einer etablierten Markenidentität bietet Pomelli einen gezielteren Einstieg. Der Canva-Test beleuchtet die umfassendere Entscheidung für einen Designeditor.

Wo die Erwartungen zu weit gehen: Ein Entwurf ersetzt keine Marketingabteilung

„Markenkonform“ beschreibt einen einheitlichen Auftritt, keine Kundennachfrage. Eine Kampagne kann genau die richtigen Farben verwenden und trotzdem der falschen Zielgruppe das falsche Produkt anbieten. Aus dem Erstellungsprozess lassen sich weder höhere Interaktionsraten noch eine Umsatzprognose oder eine Rendite der Werbeausgaben ableiten.

Jetzt ausprobieren lohnt sich für ein lokales Geschäft oder eine alleinverantwortliche Marketingkraft, wenn ein klares Angebot und brauchbares Markenmaterial vorhanden sind. Sinnvoll ist eine überschaubare Kampagne, deren Ergebnis sich an inhaltlicher Richtigkeit, nutzbaren Inhalten und dem nötigen Überarbeitungsaufwand messen lässt.

Mit der Einführung als Routine warten, wenn niemand das Angebot verbindlich festlegen oder die Gestaltung freigeben kann. Zuerst muss diese Verantwortung geklärt sein. Funktioniert der kreative Prozess bereits und werden vor allem Veröffentlichungstermine verpasst, liegen die nächsten Aufgaben im Kalender und bei der Zuständigkeit für das Posten.

Häufige Fragen zu Google Pomelli

Ist Google Pomelli kostenlos? Was kostet es? Ist auch Pomelli Photoshoot gratis?

Google bezeichnet Pomelli als kostenloses Tool und auch Photoshoot in seiner offiziellen Photoshoot-Ankündigung als kostenlos. Daraus ergibt sich keine Zusage für unbegrenzte Nutzung oder dauerhaft unveränderte Preise.

Wie bekomme ich Zugang zu Google Pomelli?

Der Einstieg erfolgt über den offiziellen Google-Labs-Link im Abschnitt zum Zugang weiter oben. Dort lässt sich prüfen, ob der Dienst für das eigene Konto und den jeweiligen Standort verfügbar ist.

Lässt sich ein Fotoshooting mit KI erstellen?

Ja. Bei Googles Photoshoot wird ein Produktfoto über die Auswahl einer Vorlage, die Generierung und die anschließende Verfeinerung zum neuen Motiv. Das Originalfoto sollte bei der Prüfung des Ergebnisses zum Vergleich bereitliegen.

Welche Bilder von Google darf man kostenlos verwenden?

Dieser Ablauf betrifft Bilder, die mit Pomelli erstellt werden. Er bietet keinen Katalog von Bildern, die zur Weiterverwendung freigegeben sind. Für eine geschäftliche Kampagne sollten nur Ausgangsfotos verwendet werden, an denen die nötigen Rechte oder Nutzungserlaubnisse vorliegen.

Welche kostenlose KI-App für Produktshootings ist die beste?

Wer die eigene Markenidentität bereits in Pomelli aufbaut, findet in Photoshoot eine passende Option. Dieser Leitfaden enthält keine Rangliste der besten Angebote am Markt. Maßgeblich sind das tatsächliche Produkt und der geplante Einsatzort des Bildes.

Welche Foto-App ist zu 100% kostenlos?

Die geprüfte Aussage zu den Kosten von Pomelli steht oben. Googles Ankündigung belegt nicht, dass jede künftige Funktion oder jeder Nutzungsumfang zu denselben Bedingungen verfügbar bleiben wird.

Ist KI-Fotografie rechtlich erlaubt?

Googles Produktankündigungen geben keine pauschale Freigabe für jedes Bild und jede Verwendung. Die Rechteprüfung gehört weiterhin in den Veröffentlichungsprozess. Der hier beschriebene Ablauf klärt nicht, ob ein bestimmtes Bild verwendet werden darf.

Der nächste konkrete Schritt

Ein Angebot auswählen, das bereits auf der Unternehmenswebsite steht. Dann das Markenprofil aufbauen, das Kampagnenbriefing erstellen und einen Entwurf anhand des Angebots und des echten Produkts freigeben. Der Download geht mit einer klar benannten zuständigen Person und einem Termin in den üblichen Veröffentlichungsprozess. Ob sich der Ablauf wiederholen lohnt, entscheidet sich am nutzbaren Ergebnis und am Aufwand, der dafür nötig war.

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