Vercel Pricing: Was private Produktionsseiten jetzt kosten
Vercel Authentication schützt Produktionsseiten jetzt ohne Zusatzkosten. Password Protection kostet im Pro-Tarif dagegen $20 je geschütztem Projekt und Monat.

Beim Vercel Pricing für private Produktionsseiten beginnt der Aufpreis jetzt bei $0 statt zwingend bei $150 pro Monat. Seit dem 9. September 2026 lässt sich die Produktionsumgebung mit Vercel Authentication ohne zusätzliche Schutzgebühr absichern. Ein gemeinsames Passwort kostet im Pro-Tarif dagegen $20 je geschütztem Projekt.
Vercel Pricing folgt jetzt zwei Kostenmodellen
Vercel hat geändert, was es kostet, ein vollständiges Deployment privat zu halten. Gemeint ist eine Zugangsschranke vor der bereitgestellten Website – nicht das Anmeldesystem, das für die eigenen Endnutzer entwickelt wird.
Der kostenlose Weg heißt Vercel Authentication. Wird die Funktion für All Deployments aktiviert, schützt Vercel die Produktionsdomain, Preview-URLs und erzeugten Deployment-URLs. Besucher müssen sich mit einem Vercel-Konto anmelden und Zugriff auf das betreffende Projekt besitzen. Vercel schließt diese Funktion jetzt in Hobby, Pro und Enterprise ein, ohne dafür eine zusätzliche Schutzgebühr zu berechnen.
Der kostenpflichtige Weg ist Password Protection. Für ein Pro-Team mit projektbasierter Abrechnung kostet die Funktion $20 pro geschütztem Projekt und Monat. Besucher geben das festgelegte Passwort ein, bevor sie das Deployment sehen können.
Vor dieser Änderung kostete der Schutz der Produktionsumgebung über Vercels Add-on Advanced Deployment Protection $150 pro Team und Monat. Password Protection war in diesem teamweiten Add-on enthalten und deckte sämtliche Projekte ab. Das neue Preismodell trennt beide Aufgaben: Kontobasierter Zugriff ist kostenlos, ein gemeinsames Passwort wird pro Projekt abgerechnet.
Diese Unterscheidung ist wichtiger als die Namen der Features. Gehören alle Personen, die Zugriff benötigen, ohnehin zum Vercel-Projekt, kann der zusätzliche Rechnungsposten für den Schutz bei $0 liegen. Benötigen Kunden oder externe Prüfer dagegen ein unkompliziertes Passwort, bestimmt nun die Zahl der privaten Projekte die Kosten.
Vercel-Kosten bei 1, 5 und 8 Projekten
Die Projektzahlen sind Rechenbeispiele und keine Limits von Vercel. Die Tabelle betrachtet nur den Schutz, damit die Unterschiede klar erkennbar bleiben.
Bei einem passwortgeschützten Projekt liegt der neue Projektpreis $130 unter der bisherigen Teamgebühr. Bei fünf Projekten beträgt der Unterschied $50 zugunsten des neuen Modells. Bei acht Projekten ist es dagegen $10 teurer. Acht ist in diesen Beispielen die erste Projektzahl, bei der der frühere teamweite Preis unter der neuen Projektsumme liegt.

Der Vergleich ist allerdings nur sinnvoll, wenn die jeweilige Zugriffsmethode zum Einsatz passt. Acht interne Tools, deren Nutzer bereits Projektzugriff haben, können weiterhin mit $0 Zusatzkosten über Vercel Authentication geschützt werden. Bei einer einzigen Kundenseite, deren Prüfer nicht dem Vercel-Projekt beitreten sollen, können die $20 für das Passwort gerechtfertigt sein.
Für die übrige Plattformrechnung sollte der Schutz als eigener Posten neben dem Vercel-Preisleitfaden stehen. Werden Seats, Nutzung und Schutz in einer einzigen Zahl vermischt, wirkt die Entscheidung komplizierter, als sie ist.
Welche Option passt zu welchem Einsatz?
Ein internes Produktteam
Ein Produktteam kann ein Admin-Panel oder ein Betriebs-Dashboard in der Produktionsumgebung hinter Vercel Authentication legen. Die Beschäftigten melden sich mit ihren Vercel-Konten an; ihre Berechtigungen richten sich nach Team, Projekt oder Zugriffsgruppe.
Das erleichtert das Offboarding und hält den zusätzlichen Schutzposten bei $0. Wird einer Person der Projektzugriff entzogen, akzeptiert die Zugangsschranke dieses Konto nicht länger. Damit muss kein Passwort im Umlauf bleiben, das die ausgeschiedene Person weiterhin kennt.
Eine Agentur mit privaten Kundenseiten
Eine Agentur könnte fünf Produktionsseiten für fünf Kunden zur Freigabe bereithalten. Benötigt jeder Kunde statt eines Vercel-Projektzugangs ein gemeinsames Passwort, kostet der Schutz bei projektbasierter Pro-Abrechnung jetzt $100 pro Monat.
Das ist bei dieser Projektzahl günstiger als das frühere Team-Add-on für $150, macht den Ablauf aber nicht automatisch zur besten Wahl. Bezahlt wird dafür, die Kontoeinrichtung und die Verwaltung von Projektzugriffen für externe Prüfer zu vermeiden.
Ein Startup vor einem noch unveröffentlichten Launch
Ein Startup kann eine echte Produktionsdomain privat halten, während das Team noch an Onboarding, Preisen oder Rechtstexten arbeitet. Können sich alle Prüfer bei Vercel anmelden und Projektzugriff erhalten, erfüllt Vercel Authentication diese Aufgabe ohne separate Schutzgebühr.
Dabei ist ein Detail zum Geltungsbereich wichtig: All Deployments schützt Preview- und Produktionsumgebungen gemeinsam. Soll nur die Produktionsumgebung geschützt werden, während Previews öffentlich bleiben, sind Trusted IPs im Enterprise-Tarif erforderlich. Mit kostenlosen Deployment Protection Exceptions lassen sich jedoch ausgewählte Preview-Domains öffentlich zugänglich machen.
Ein Pro-Team, das bereits $150 zahlt
Bestehende Pro-Teams mit Advanced Deployment Protection werden nicht automatisch umgestellt. Laut Vercel behalten sie das teamweite Modell für $150 pro Monat einschließlich Password Protection für sämtliche Projekte. Auf der Rechnung erscheint der Posten als Team-level Password Protection.
Sobald genügend Projekte ein Passwort benötigen, kann dieser Bestandstarif vorteilhaft sein. Er sollte nicht gekündigt werden, nur weil der neue öffentlich ausgewiesene Preis niedriger wirkt. Bestehende Teams sollen sich laut Vercel an den Support wenden, wenn sie auf projektbasierte Password Protection wechseln möchten. Deshalb sollten die konkreten Bedingungen der Umstellung geklärt sein, bevor etwas geändert wird.
So fällt die Entscheidung im Dashboard
Für diese Änderung ist kein Code nötig. Benötigt werden eine Projektliste, eine Entscheidung über die jeweilige Zielgruppe und die aktuelle Einstellungsseite.

Private Projekte nach Zielgruppe kennzeichnen
Ein Projekt erhält die Kennzeichnung Kontozugriff, wenn sich alle Besucher bei Vercel anmelden und Projektzugriff bekommen können. Gemeinsames Passwort passt, wenn externe Prüfer den Passwortablauf benötigen. Öffentliche Projekte gehören in keine der beiden Gruppen.
Schutzkosten separat berechnen
Nur die Zahl der Projekte mit gemeinsamem Passwort wird mit $20 multipliziert. Die Pro-Plattformgebühr von $20, weitere kostenpflichtige Seats für je $20, Nutzung und Steuern bleiben eigene Rechnungsposten. Steht bereits Team-level Password Protection auf der Rechnung, sollte mit $150 verglichen und vor einer Änderung der Support kontaktiert werden.
Die passende Zugangsschranke aktivieren
Das Projekt in Vercel öffnen und zu den Einstellungen für Deployment Protection wechseln. Für Vercel Authentication die Funktion aktivieren, All Deployments auswählen und speichern. Für Password Protection die Funktion aktivieren, die Deployment-Umgebung wählen, das Passwort festlegen und speichern.
Den tatsächlichen Besucher testen
Die Produktions-URL in einem privaten Browserfenster öffnen. Für den kostenlosen Weg ein freigegebenes Vercel-Konto testen, für den kostenpflichtigen Weg das aktuelle Passwort. Auch jedes automatisierte System, das das Deployment aufruft, muss geprüft werden: Geschützte Tools benötigen einen genehmigten Zugriffsweg oder eine Umgehung für die Automatisierung.
Die ehrliche Einordnung
Die kostenlose Option verlagert den Aufwand in die Zugriffsverwaltung. Jeder menschliche Besucher braucht weiterhin ein Vercel-Konto mit geeignetem Projektzugriff, auch wenn für den Schutz selbst $0 berechnet werden. Für ein internes Team ist das meist unproblematisch, für eine wechselnde Kundenliste dagegen oft umständlich.
Beim Passwortmodell liegt der Verwaltungsaufwand in einem gemeinsamen Geheimnis. Normalerweise gibt ein Besucher das Passwort nur einmal pro Deployment-URL ein, weil Vercel ein Cookie setzt. Nach einer Passwortänderung müssen diese Besucher das neue Passwort eingeben. Außerdem muss es weiterhin jemand sicher verteilen und regelmäßig austauschen.
Wer Password Protection auf Projektebene deaktiviert, stoppt künftige Kosten. Zugleich ändert sich jedoch der Schutz sämtlicher vorhandener Deployments in diesem Projekt. Bevor das Passwort abgeschaltet wird, muss deshalb geprüft werden, ob Vercel Authentication oder eine andere vorgesehene Methode aktiv bleibt.
Auf der allgemeinen Preisseite von Vercel kann Advanced Deployment Protection weiterhin mit $150 aufgeführt sein. Die aktuellen produktspezifischen Dokumente erklären die Trennung: Bestehende Pro-Abonnenten behalten das Teammodell, während die aktuelle Password Protection im Pro-Tarif $20 pro geschütztem Projekt kostet. Für das tatsächlich geltende Abrechnungsmodell des eigenen Teams sind die Rechnung und die Dokumentation zu Deployment Protection maßgeblich.
Was am Montag zu tun ist
Wer für den Schutz der Produktionsumgebung zahlt, interne Produktivtools betreibt oder mehrere Kundenseiten hinter einem gemeinsamen Passwort hält, sollte noch diese Woche handeln. Zuerst die privaten Projekte auflisten, dann die jeweiligen Zugriffsberechtigten markieren und schließlich die Schutzkosten als eigenen Budgetposten ausweisen.
Vercel Authentication ist die kostenlose Wahl, wenn kontobasierter Projektzugriff akzeptabel ist. Das Passwort für $20 gehört nur dorthin, wo der einfachere Ablauf für externe Besucher seine monatlichen Kosten rechtfertigt. Wer bereits das Teammodell für $150 nutzt, sollte vor jeder Änderung eine schriftliche Auskunft des Supports zur Umstellung abwarten.
Öffentliche Produktionsseiten sind nicht betroffen. Enterprise-Teams haben Password Protection bereits auf Teamebene eingeschlossen. Hobby-Nutzer können Password Protection weiterhin nicht kaufen, Vercel Authentication jedoch ohne zusätzliche Schutzgebühr verwenden.
Weitere verständliche Einordnungen zu Tools, die laufende Betriebskosten verändern, gibt es im Newsletter.
- Zuletzt aktualisiert
- 10. Sept. 2026
- Kategorie
- Explained







